Food Trends 2021: Wie wir dieses Jahr essen und geniessen

Die 7 wichtigsten Food-Trends für 2021: Was sie bedeuten und wie du sie ausprobieren kannst.

Food Trends zeigen, wie wir leben, essen und was uns wichtig ist: Pflanzenbasierte Ernährung wird immer beliebter, Lieferdienste machen uns das Leben leichter, wir wünschen uns Essen, das genau auf uns zugeschnitten ist und sind auf der Suche nach überraschenden Geschmackserlebnissen. Diese sieben Trends rund ums Essen bestimmen, was 2021 auf unseren Tellern landet.

1. Plant Based Food: Vegetarische und vegane Ernährung

Pflanzliche Ernährung statt tierischer Lebensmittel – vegetarische und vegane Ernährung gehören seit Jahren zu den dominierenden Food Trends. Und das aus verschiedenen Gründen: Pflanzenbasierte Ernährung erspart Tierleid, ist gut für die Umwelt und kann auch gesundheitliche Vorteile haben. Laut der SGE (Schweizerische Gesellschaft für Ernährung) neigen Veganer unter anderem seltener zu Übergewicht und Diabetes. Aber was sind die Unterschiede zwischen Vegetariern und Veganern – und was bedeutet es, Flexitarier zu sein?

  • Vegetarier verzichten auf Fleisch, essen aber oft noch tierische Produkte wie Eier oder Joghurt.
  • Veganer vermeiden alle tierischen Produkte – nicht nur beim Essen: Honig, Süssigkeiten mit Gelatine oder Lederwaren landen beim Veganer nicht im Einkaufskorb.
  • Flexitarier essen grundsätzlich alles, reduzieren aber ihren Fleischkonsum und legen dabei besonderen Wert auf Bio-Qualität und artgerechte Herkunft.

Lust bekommen, deinen Fleischkonsum zu reduzieren oder sogar vegan zu leben? Super! Vegetarische und vegane Ernährung ist abwechslungsreich, macht Spass und schmeckt gut. Ausserdem bist du nicht allein: 2021 haben bereits über eine halbe Million Menschen am sogenannten „Veganuary“ teilgenommen und sind im Januar, zumindest für einen Monat, vegan ins Jahr gestartet. Wer noch passende Rezepte braucht, findet in der Online-Community der WW App Inspiration.

2. Klimatarier: Essen mit Rücksicht auf Klima und Umwelt

Food Trend Nummer zwei ist in Zeiten der Klimakrise so relevant wie nie: Immer mehr Menschen ordnen sich als Klimatarier ein und wollen mit ihrer Ernährung so wenig CO2-Emissionen wie möglich erzeugen. Und zwar so:

  1. Pflanzliche Ernährung: Die Herstellung tierischer Lebensmittel nimmt viele Ressourcen in Anspruch und stösst hohe Mengen an CO2 aus. Deswegen setzen Klimatarier auf pflanzliche Alternativen und eine vegetarische / vegane Ernährung.
  2. Essensabfälle vermeiden: Wer keine Lebensmittel verschwendet, verbessert seine CO2-Bilanz. Deswegen: Kauf nur, was du wirklich brauchst und frier Reste ein. Wer nicht weiss, was er mit dem Sammelsurium im Kühlschrank kochen soll: Die Funktion „Was-ist-noch-da-Rezepte“ in der WW App liefert Inspiration.
  3. Saisonal, regional und bio einkaufen: Achte darauf, welche Gemüse- und Früchtesorten Saison haben und ob sie regional und bio sind. Wichtig: Immer alle drei Faktoren im Blick haben, denn auch Bio-Früchte, das nicht regional ist, hat durch den Transport eine hohe CO2-Bilanz.
  4. Frisch gekocht statt Fertigprodukt: Nur wer selbst kocht, weiss auch, was im Topf landet – und kann klimafreundliche Zutaten aussuchen.
  5. Omas Lieblingsrezepte neu entdecken: Gerade ältere Rezepte enthalten oft wenige und regionale Zutaten – perfekt für Klimatarier. Und wer in diesen Rezepten dann noch tierische Produkte durch pflanzliche Alternativen ersetzt, mausert sich zum Profi-Klimatarier.

Wenn du wissen möchtest, welche CO2-Bilanz deine eigene Ernährung auf den Teller bringt, kannst du diesen Rechner anschmeissen.

3. Personalisierte Ernährung: Massgeschneidert essen

Jetzt wird’s persönlich: Bei diesem Food Trend geht es um Ernährungskonzepte, die auf individuelle Bedürfnisse und Vorlieben abgestimmt sind. Die Basis des personalisierten Essens ist meist eine ausführliche Analyse. Ein gutes Beispiel ist das Programm meinWW+: Mitglieder bekommen einen auf sie abgestimmten Ernährungsplan und personalisierte Rezeptideen, die auf Lieblingslebensmitteln basieren.

Ein weiteres Merkmal der personalisierten Ernährung: Meist sind Apps, Tracker, Wearables und Online-Services im Einsatz. Diese helfen dabei, die individuelle Lebenssituation zu evaluieren und bestmögliche Empfehlungen zu geben.

Dabei greift dieser Trend in alle Phasen der Ernährung ein: Beim Einkaufen werden dir Lebensmittel angeboten, die zu dir und deiner Ernährungsweise passen, bei der Zubereitung bekommst du die entsprechenden Rezepte geliefert und später kannst du tracken, wie gesund du dich ernährt hast – und erfährst, was du noch verbessern kannst.

4. Essen to go: Unterwegs geniessen

Wir sind ständig auf Achse, arbeiten mobil und pendeln zwischen den Stationen unseres Lebens. Keine Generation vor uns war so ungebunden wie wir – kein Wunder, dass Essen to go längst zu unserem Alltag gehört. Denn wer viel unterwegs ist, kann nicht immer frisch kochen.

Essen to go ist deswegen einer der wichtigsten Food Trends 2021 und wirft Fragen auf wie:

  • Welche Rezepte kann ich für die Mittagspause im Büro vorbereiten?
  • Wie verpacke ich mein Essen am besten?
  • Wie ernähre ich mich dabei gesund und ausgewogen?
  • Welche Snacks und Getränke eignen sich besonders gut für die Reise?

Ebenfalls Resultat des To-go-Trends: Vom Lieblingsitaliener bis zum Café um die Ecke – immer mehr Gastronomien bieten Essen zum Mitnehmen an. Die Corona-Pandemie hat diesen Trend zusätzlich verstärkt. Denn wenn wir es uns schon nicht im Restaurant gemütlich machen können, nehmen wir unser Lieblingsessen einfach mit.

5. Snackification: Essen, wann es uns passt

Essen to go und der Food Trend „Snackification” gehen Hand in Hand. Denn nicht nur wo wir essen wird immer flexibler, sondern auch wann. Frühstück, Mittagessen, Abendessen – drei Mahlzeiten, die lange Zeit unseren Tag bestimmt und strukturiert haben. Doch es bewegt sich was: Mit unserer mobileren Lebensweise neigen wir zunehmend dazu, dann zu essen, wann wir Hunger und freie Zeitfenster haben.

Das Ergebnis: Eine flexible, spontane Esskultur, die sich perfekt in unser modernes Leben einfügt. Im Zuge des „Snackings“ verändert sich übrigens auch was wir essen. Mehr Mini-Mahlzeiten, Salate oder Suppen to go: Was bei einem ausgiebigen Sonntagsessen als Vorspeise oder Beilage aufgetischt wird, wird unter der Woche zur vollwertigen Mahlzeit – dem Food Trend Snackification sei Dank.

Ein schöner Nebeneffekt: Das grosse Familienessen oder gemeinsame Abendbrot mit Freunden verlagert sich auf freie Tage und Feierabende und wird dann besonders zelebriert.

6. Liefern lassen: Der Mega-Food-Trend unserer Zeit

Lieferservices sind der Mega-Trend unserer Generation und insbesondere in der Corona-Zeit ist die Nachfrage noch einmal gestiegen. Abends gemütlich auf dem Sofa sitzen und in wenigen Klicks das Lieblingsessen bestellen – Lieferdienste gehören inzwischen fest zu unserem Alltag.

Auch Lebensmittelbestellungen erleben einen regelrechten Boom: Immer mehr Menschen lassen sich den Wocheneinkauf nach Hause liefern, anstatt nach der Arbeit noch in den Supermarkt zu gehen. Andere entscheiden sich für Food-Boxen, die Rezepte und passende Lebensmittel enthalten, oder lassen sich Kisten mit regionalem Obst und Gemüse schicken. Diese stammen meist von Bio-Höfen aus der Umgebung und werden direkt nach der Ernte frisch verschickt.

Ebenfalls gefragt wie nie: Getränkelieferanten, die die schweren Kisten bis vor die Haustür tragen und auch direkt das Pfand mitnehmen. Die Vorteile des Food Trends rund um Lieferservices liegen auf der Hand: Komfort, Zeitersparnis und frische Lebensmittel.

7. Food Pairing: Ungewöhnlich aromatisch

Food Pairing landet auf Platz sieben der Food Trends für 2021 und steht für aussergewöhnliche Geschmackserlebnisse. Die Definition von Food Pairing:

Aromen, die auf den ersten Blick vielleicht nicht zusammenpassen, werden kombiniert und sorgen für einen einzigartigen, harmonischen Geschmack.

Was experimentell klingt, hat eine wissenschaftliche Basis. Das Aromaprofil von Lebensmitteln wird genau analysiert, um herauszufinden, wie ein erfolgreiches Food Pairing aussehen könnte. Dabei fokussieren sich die Experten auf die sogenannten Schlüsselaromen und erstellen „Food Pairing Trees“, die wie Stammbäume aufgebaut sind. Teilen sich zwei Lebensmittel oder Gewürze dieselben Schlüsselaromen, sind sie hervorragende Kandidaten fürs Food Pairing.

Das Spannende: Obwohl wir über die Zunge nur fünf verschiedene Geschmacksrichtungen unterscheiden können – nämlich salzig, süss, bitter, sauer und umami – erfassen wir über die Nase sogar die kleinsten Aromamoleküle. Das Food Pairing macht sich genau das zunutze.

Ein paar Beispiele:

  • Längst etabliert hat sich die Kombi aus Schokolade und Salz.
  • Auch Schokolade und Chili zählen inzwischen zu den Trendfoods.
  • Rote Bete und Walnuss schaffen es auch immer häufiger gemeinsam auf den Teller.
  • Zu den überraschenderen Beispielen gehören Rezepte mit Champignons und Vanille oder ein Schoko-Muffin mit Blauschimmelkäse.

Lust bekommen, selbst auf die Suche nach Food Trends zu gehen? Nirgendwo gehen Rezepte schneller viral als auf Instagram. Auch ein guter Tipp: Die Online-Community in der WW App. Hier teilen Mitglieder ihre besten Tipps und Rezepte.