Mentale Bildtechniken: 7 Metaphern für ein positives Mindset

Wenn man stressige Zeiten durchlebt, kann es schwierig sein, gesunde Routinen aufrechtzuerhalten und negative Gedanken können laut werden.

Ein Ansatz, um diesem Effekt entgegenzuwirken, ist die Verlagerung deiner Gedanken und deiner Aufmerksamkeit. Z. B. mit Hilfe von Visualisierungen sagt Allison Grupski, Direktor für Verhaltensänderung bei WW. Diese Strategien wirken, indem sie die Vorstellungskraft anregen. Du kannst auf diese Weise neue Erkenntnisse über deine Denkweise gewinnen und so fokussiert auf deine Ziele hinarbeiten.

Versuche es mal mit diesen 7 Mindset-Metaphern

1) Stelle dir einen Schwebebalken vor.

Zugegeben, wenn du auf deinem Weg nicht stabil bist, hast du möglicherweise bereits das Gefühl, auf einem Schwebebalken zu taumeln. Verständlich. Aber hier ist ein Trick, um dies zu vermeiden: Vermeide den Blick nach unten. Wenn du nach unten schaust, ist es wahrscheinlicher, dass du dich mit dem beschäftigst, was schiefgehen könnte, und somit deine Schritte zu stark korrigierst.

Ausserdem könntest du auch den Fortschritt, den du machst, aus den Augen verlieren, sagt Grupski.

Wenn du jedoch direkt auf dein Ziel blickst, hast du einen grösseren Sichtbereich, deine Haltung ist entspannter und du bemerkst keine kleinen, unwichtigen Abweichungen in deiner Schrittposition.

Dies macht die Reise reibungsloser und stabiler. Schaue nach oben – du wirst es schaffen!

2) Stelle dir einen Bus vor, um kontraproduktive Gedanken zu durchbrechen.

Die Busübung wird in therapeutischen Kreisen häufig eingesetzt und bringt dich in den Fahrersitz. Stelle dir zunächst einmal vor, alle deine Passagiere hätten unterschiedliche Persönlichkeiten – diese repräsentieren deine Gedanken.

Beachte, dass einige Passagiere freundlich sind (z. B., indem sie sich für die sichere Fahrt bedanken), während andere stören und verlangen, dass du Abkürzungen nimmst oder sich beschweren und dir sagen, dass du zu langsam fährst.

Stelle dir vor, du gerätst während der Fahrt in einen Stau und die Passagiere werden lauter. Das ist dein Hinweis, dir zwei Fragen zu stellen: „Welche Passagiere höre ich?“ und „Welchen werde ich zuhören?“ Laut Grupski kann diese Übung dir helfen, kontraproduktive Gedanken zu identifizieren („Oh, das ist nur mein kritischer Passagier, der sich wie üblich beschwert“) und dich besser auf das Denken einzustellen, das die Dynamik deiner Fahrt fördert.


3) Stelle dir flauschige Wolken vor, um Platz für herausfordernde Zeiten zu schaffen.

  1. Beginne mit dieser Übung, indem du über die Bereiche deines Lebens nachdenkst, die für dich am wichtigsten sind. Deine Familie, deine Freundschaften, deine Arbeit, deine Gemeinschaft – egal, um welche Aspekte es sich dabei handelt, stelle dir vor, wie sie einen hellen, blauen Himmel bilden.
  2. Nimm dir jetzt einen Moment Zeit, um über einige der alltäglichen Herausforderungen nachzudenken, die dazu führen können, dass sich die Dinge für dich im Moment beschwerlich anfühlen. Vielleicht geht es darum, bei der Arbeit produktiv zu bleiben oder neue Wege zu finden, wie du gesund und ausgewogen isst, während du zu Hause eine hektische Situation meisterst. Diese Herausforderungen sind die Wolken an deinem blauen Himmel.
  3. Nimm dir zum Schluss einen Moment Zeit, um dir vorzustellen, wie sich die Wolken langsam verändern und beginnen, sich aufzulösen. Diese Visualisierungstechnik, die Grupski dem Psychotherapeuten Russ Harris zuschreibt, kann ein nützliches Hilfsmittel zum Erkennen beschwerlicher Gefühle und ein Symbol dafür sein, dass sich Umstände entwickeln können.

4) Stelle dir eine Leiter vor, um deine Belastbarkeit zu verbessern.

Erinnerst du dich an das klassische Leiterspiel? Wenn du auf einem Feld mit einer Leiter landest, kann sich deine Spielfigur nach oben bewegen, näher zum Gewinnfeld. Wenn du auf einem Feld mit einer Rutsche landest, rutschst du nach unten zurück zum Startpunkt.

Die Psychologin Dayna Lee-Baggley sagt, dass dieses einfache Spiel mit seinen Höhen und Tiefen eine pragmatische Belastbarkeitslektion bietet.

„Das Ziel ist nicht, Stürze zu vermeiden, sondern so schnell wie möglich wieder aufzustehen“, sagt sie.

Rückschläge sind ein natürlicher Teil des Prozesses. Sie fügt hinzu: „Je häufiger wir es tun, desto einfacher ist es, wieder auf die Leiter zu gelangen.“


5) Um Dankbarkeit zu üben, stelle dir am besten einen Konzertbalkon vor.

Wenn das Leben unangenehm ist, kann es schwierig sein, die guten Dinge zu erkennen, ähnlich wie es schwierig ist, ein Konzert zu geniessen, wenn du von einer verschwitzten Gruppe von Fans in der Nähe der Bühne herumgeschubst wirst.

Das nächste Mal, wenn sich nichts richtig anfühlt, stelle dir vor, du würdest dasselbe Konzert besuchen. Stelle dir nur in diesem Szenario vor, du sitzt auf einem bequemen Balkonsitz über dem Getümmel. Die Menge ist noch da, aber von deinem neuen Aussichtspunkt aus kannst du die Künstler gut sehen und die Lieder geniessen. Manchmal erfordert Dankbarkeit etwas Platz.

6) Um proaktiv zu bleiben, stelle dir ein Paar Gummistiefel vor.

Nicht jeder Tag kann 30 Grad warm und sonnig sein. Aber zum Glück haben wir Gummistiefel und Regenschirme, damit wir bei nassem Wetter trocken bleiben. Lee-Bagley erklärt, dass Regenbekleidung eine gute Metapher ist, wenn schwierige Umstände unsere Stimmung zu trüben drohen.

„Welche Regenausrüstung benötigst du, um gesunde Entscheidungen zu treffen?“

Vielleicht ist dein „Regenmantel“ eine lustige Online-Workout-Serie oder ein Lebensmittellieferservice, der den Einkaufsstress beseitigt. Das ermutigt dich, Probleme zu lösen, anstatt dich selbst für das Wetter verantwortlich zu machen, sagt sie.


7) Stelle dir deinen Spam-Ordner vor, um die Negativität zu beenden.

Manchmal kommt Negativität unerwartet auf uns zu, sei es von Menschen in unserem Leben, aus dem Internet oder von den kleinen Stimmen in unserem Hinterkopf. Grupski empfiehlt eine Visualisierungstechnik, bei der man sich diese negativen Gedanken wie Spam-E-Mails vorstellt. Nimm dir einen Moment Zeit, um deinen mentalen Posteingang zu öffnen, unerwünschte Nachrichten zu bemerken und sie dann in einen Spam-Ordner zu verschieben, ohne sich damit zu befassen, bis du bereit bist. Es ist in Ordnung, nicht alles anzuklicken.