Achtsamkeit: Was dahinter steckt und wie sie dir im Alltag helfen kann

Veröffentlicht 16. April 2018 | Aktualisiert 11. Mai 2022
WW Mitglied Ashley genießt am Tisch mit geschlossenen Augen Me-TimeWW Mitglied Ashley genießt am Tisch mit geschlossenen Augen Me-Time

Achtsamkeit – ein Begriff, der in aller Munde ist. Doch welche Definition verbirgt sich dahinter? Was bedeutet es überhaupt, achtsam zu sein? Und wie kannst du Achtsamkeit in deinen Alltag integrieren? Wir haben die Antworten für dich.

Definition: Was bedeutet eigentlich Achtsamkeit?

Fangen wir mit den Basics an: Was steckt hinter dem Begriff „Achtsamkeit“? Die Idee des achtsamen Seins ist schon rund 3.000 Jahre alt und hat ihre Ursprünge im Buddhismus. Während Achtsamkeit damals vor allem dafür stand, die subjektive Sicht auf die Welt zu überwinden und auf Wahrheitssuche zu gehen, hat sich die Definition im Laufe der Zeit etwas verschoben. Es ging immer mehr darum, Ruhe zu finden und ganz im Hier und Jetzt zu leben.

Das gehört zur heutigen Bedeutung von Achtsamkeit:

  • Wenn du achtsam bist, fokussierst du dich mit allen Sinnen auf den gegenwärtigen Moment und bist aufmerksam, ohne dich ablenken zu lassen.
  • Dabei nimmst du deine Gefühle, deinen Körper, deine Gedanken und deine Sinneseindrücke ganz bewusst wahr.
  • Du bewertest nicht, was du wahrnimmst oder denkst. Du lässt alles, so wie es ist, zum Vorschein kommen und akzeptierst, was da ist.
  • Du driftest gedanklich nicht in die Zukunft oder die Vergangenheit ab. Du holst dich immer wieder zurück in die Gegenwart.

Achtsam sein bedeutet also, dass du in jedem Moment präsent bist, deine Erfahrungen annimmst und mit dir und deiner Umwelt in Kontakt bist – und zwar ohne, dass du über dein Erleben urteilst. Fast so, als wärst du der Beobachter deines eigenen Lebens. Achtsamkeit ist also eine Art der Wahrnehmung und damit eine ganz individuelle Erfahrung. Was Achtsamkeit hingegen nicht ist: Eine Religion oder eine fest vorgeschrieben Methode, die nach Schema F funktioniert. Aber was bringt dir Achtsamkeit überhaupt?

Die Vorteile von Achtsamkeit

Worin achtsames Sein besteht, weißt du jetzt. Aber für was ist Achtsamkeit eigentlich gut?

  • Wer achtsam ist, nimmt die eigenen Gefühle und Gedanken klarer wahr. So lernst du dich besser kennen und spürst zum Beispiel genau, in welchen Situationen du dich unwohl fühlst und welche Bedürfnisse du hast. Daraus kannst du Schlüsse für eine Lebensgestaltung ziehen, die dir guttut – zum Beispiel, indem du klare Grenzen ziehst. So kann Achtsamkeit auch dann sinnvoll sein, wenn du mehr Selbstmitgefühl und Selbstliebe in dein Leben holen willst.

  • Verschiedene Studien kommen zu dem Schluss, dass Achtsamkeit zu mehr Wohlbefinden und weniger Stressempfinden führt – zum Beispiel, wenn du täglich eine Achtsamkeitsmeditation am Abend machst.

  • Andere Studien bestätigen: Auch wer an leichten Depressionen oder Angststörungen leidet, kann von Achtsamkeitstechniken profitieren.

  • Achtsam zu sein hilft dir dabei, im Alltag zu entschleunigen und bewusster durchs Leben zu gehen.

  • Wer sich auf das Hier und Jetzt konzentriert, macht sich zudem weniger Sorgen um die Zukunft. Das achtsame Sein unterstützt dich so dabei, weniger zu grübeln.

  • Achtsamkeit kann dir auch bei einer gesünderen Lebensweise helfen. Zum Beispiel, indem du dich bewusster ernährst. Oft essen wir, obwohl wir gar nicht hungrig sind oder schlingen Essen runter, ohne es wirklich zu genießen. Achtsamkeit hilft dir, in dich hineinzuspüren: Hast du gerade wirklich Hunger? Wie schmeckt dein Essen? Dasselbe gilt für andere Grundbedürfnisse. Bist du achtsam, spürst du genau, wann dein Körper Schlaf oder Bewegung braucht. So lebst du gesünder und im Einklang mit dem, was du brauchst. Wenn du dir zusätzliche Unterstützung wünschst, hilft dir das WW Programm auf dem Weg zu einem gesunden Lebensstil – zum Beispiel mit einem Ernährungsplan, der genau zu dir passt oder auch Tipps für eine bessere Schlafroutine.

Wie achtsam bist du bereits?

Diese Fragen helfen dir, dein aktuelles Achtsamkeits-Level einzuschätzen:

  1. Dauert es bei dir immer ein bisschen, bis du deine eigenen Gefühle wahrnimmst?
  2. Spürst du Anspannungen in deinem Körper meist erst dann, wenn sie sehr akut werden oder sich lautstark bemerkbar machen?
  3. Hast du das Gefühl, dass du einen Großteil deines Tages ganz automatisch absolvierst – fast wie im Autopilot-Modus?
  4. Erledigst du Dinge manchmal so schnell und nebenbei, dass du dich hinterher gar nicht mehr richtig daran erinnern kannst?
  5. Kommt es häufig vor, dass deine Gedanken abschweifen oder du in Tagträume fliehst?
  6. Isst du oft nebenher oder kaust dein Essen einfach nur, ohne den Geschmack intensiv wahrzunehmen?
  7. Erwischst du dich manchmal dabei, wie du anderen Menschen nur halb zuhörst, Teile des Gesprächs verpasst oder den Faden verlierst?

Wenn du alle oder die meisten Fragen eher mit Ja als mit Nein beantworten würdest, hast du in Sachen Achtsamkeit definitiv noch Luft nach oben – und damit auch die Chance, dein Wohlbefinden im Alltag zu steigern.

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Kann ich Achtsamkeit lernen?

Du würdest gern achtsamer sein? Dann haben wir gute Neuigkeiten: Mit Achtsamkeitstrainings und Achtsamkeitsübungen kannst du lernen, mehr im Moment zu leben und Stressgefühle im Alltag zu reduzieren. Dabei kannst du ganz unterschiedlich vorgehen.

2 Möglichkeiten, um dich in Achtsamkeit zu üben:

1. Meditationen:

Meditation und Achtsamkeit haben sehr viel gemeinsam, sind aber nicht exakt dasselbe. Während Achtsamkeit eine Ausrichtung deiner Wahrnehmung ist, ist die Meditation eine konkrete Technik, bei der man meist eine achtsame Haltung einnimmt. Spezielle Achtsamkeitsmeditationen helfen dabei, den eigenen Achtsamkeitsmuskel zu trainieren. Deswegen sind sie – gerade für Anfänger – ein super Weg, um zu lernen, wie es sich anfühlt, achtsam zu sein.

Auch bei sogenannten Body Scans, bei denen du in deinen Körper hineinspürst, steht Achtsamkeit im Fokus.

Tipp: Als WW Mitglied hast du über die App Zugang zu vielen verschiedenen Meditationen, die dir helfen, achtsamer zu sein.

2. Achtsamkeitsübungen im Alltag:

Du kannst dein Achtsamkeitstraining auch einfach mit Aktivitäten im Alltag verknüpfen. Dabei gilt es, deinen Fokus auf eine Sinneserfahrung zu lenken – zum Beispiel die warmen Sonnenstrahlen auf deiner Haut oder Vogelgesänge bei einem Waldspaziergang. Auch bewusstes Atmen ist eine hervorragende Achtsamkeitsübung.

Achtsamkeit lässt sich ebenso auf Kommunikation übertragen: Sich voll und ganz auf deinen Gesprächspartner einlassen, aktiv und empathisch zuhören – das sind Aspekte einer achtsamen Kommunikation.

Wenn du direkt loslegen willst, haben wir hier ein paar Achtsamkeitsübungen für dich zusammengestellt, die besonders für Anfänger bestens geeignet sind. In der WW App findest du außerdem kurze Audio-Coachings rund ums Thema Achtsamkeit und Tipps von unserem Experten-Team.