Kraft, Ausdauer, oder beides?

Was bedeutet eigentlich ...
… Ausdauer?
Ausdauer ist definiert als die Fähigkeit, eine bestimmte sportliche Leistung möglichst lange aufrechtzuerhalten und sich schnell wieder zu erholen. Also z. B. wenn du nach dem Treppensteigen schnell wieder bei Puste bist. Ausdauertraining zählt zu den wichtigsten Maßnahmen der Gesundheitsförderung. Wenn du regelmäßig trainierst, bleibst du körperlich und geistig fit. Für den Gesundheitssport werden in diesem Bereich Sportarten empfohlen, die große Muskelgruppen beanspruchen und leicht erlernbar sind. Das sind vor allem Walken, Wandern, Joggen, Schwimmen, Radfahren und Ski-Langlauf.
… Kraft?
Kraft ist definiert als die Fähigkeit des Nerven-Muskel-Systems, mit Muskelkontraktionen Widerstände zu überwinden, ihnen nachzugeben bzw. sie zu halten. Denk beispielsweise ans Kisten- und Möbelschleppen bei einem Umzug. Ohne Kraft hast du da keine Chance. Ob du dir also die Schuhe zubindest, Gemüse schneidest oder dich beim Sport verausgabst – deine Muskeln helfen dir. Damit du beim Abnehmen nicht zu viel Muskelmasse abbaust, ist es wichtig, dass du sie durch Bewegung forderst. Beispielsweise in Fitnesskursen, wie Zumba und Pilates, oder durch Alltagsaktivitäten, wie Fensterputzen, Gartenarbeit oder Treppensteigen.
Und was ist jetzt besser?
Heute sind sich die Experten einig: Krafttraining ist für deine Gesundheit mindestens genauso wichtig wie Ausdauertraining. Im Vordergrund steht dabei, das Verhältnis von Muskelmasse zu Fettmasse positiv zu beeinflussen. Außerdem wirkt Krafttraining dem natürlichen Muskelabbau im Altersverlauf entgegen. Denn ab ca. 30 Jahren verlierst du jährlich ungefähr ein Prozent deiner Muskelmasse. Daher lautet die Devise nicht „Entweder-oder“, sondern „sowohl als auch“ – es gilt, Ausdauer und Kraft zu trainieren.