Die Wahrheit über Clean Eating

Clean Eating ist der neue Trend bei Menschen, die sich gesünder ernähren und Pfunde verlieren wollen. Aber was genau bedeutet „Clean Eating“ eigentlich und was sind die Vor- und Nachteile?

Clean Eating

 

Was steckt dahinter?

 

Wenn man den Begriff googelt, findet man eine Vielzahl von Definitionen, wobei sie alle eines gemeinsam haben: Bei allen geht es um den Verzehr von unverarbeiteten Lebensmitteln. Die Grundidee dahinter ist einfach: Iss eine Banane und ein paar Nüsse anstelle von Bananenchips und Nussbrot. Im Kern geht es darum, Lebensmittel möglichst naturbelassen zu verzehren und auf zusätzlichen Zucker, Zusatzstoffe und industriell stark verarbeitete Lebensmittel zu verzichten.

 

Was sind die Vorteile?


Forschungsergebnisse zeigen, dass eine auf verarbeiteten Lebensmitteln und „leeren Kalorien“ (also Kalorien aus Lebensmitteln, die viel Energie liefern, aber ansonsten kaum essenzielle Bestandteile enthalten) basierende Ernährung zu Fettleibigkeit und Gesundheitsproblemen führen kann. Sie kann unter anderem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einige Krebsarten, Bluthochdruck und entzündliche Erkrankungen erhöhen. Eine auf Ballaststoffen, Obst, Gemüse, magerem Fleisch, fettarmen Milchprodukten, Bohnen, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten basierende Ernährung senkt Forschungen zufolge diese Risiken. Es gibt also nachweislich gute und sinnvolle Gründe, sich auf diese Weise zu ernähren.

 

Was sind die Nachteile?


Nachdem Clean Eating im Wesentlichen bedeutet, sich gesund zu ernähren, kann es doch eigentlich keine Nachteile geben, oder? Nun, der grösste Kritikpunkt am Clean-Eating-Trend sind die Philosophien, die gerne damit propagiert werden. Viele Anhänger dieser Ernährungsform tendieren dazu, sehr strikte Regeln zu haben, was sie essen und was nicht – wenn etwas nicht in das Clean-Eating-Konzept passt, dann ist es nicht essbar. Man kann sich vorstellen, dass dies zu einer sehr restriktiven und stupiden Einstellung führen kann und im extremsten Fall zu einem Krankheitsbild, das Orthorexie genannt wird: ein gestörtes Essverhalten, das sich durch sehr strenge Ernährungsregeln und den Zwang zu einer Ernährung, die für gesund befunden wird, kennzeichnet.

Vorsicht ist zudem geboten, wenn propagiert wird, dass die Kalorien keine Rolle spielen, solange die Ernährung „clean“ ist – was schlichtweg nicht stimmt. Grundsätzlich braucht man zum Abnehmen ein Energiedefizit, wobei es dem Körper völlig egal ist, ob die aufgenommenen Kalorien von „reinen“ Lebensmitteln stammen oder nicht. Positiv am Clean-Eating-Trend ist auf jeden Fall, dass die Qualität der Ernährung steigt.

 

Wie kann ich dieses Ernährungskonzept für mich passend umsetzen?


Die grundsätzliche Regel, sich von vollwertigen und unverarbeiteten Lebensmitteln zu ernähren, ist im Prinzip genau der Aspekt des Clean-Eating-Trends, auf den du dich konzentrieren solltest. Mit dieser Philosophie kannst du nicht viel falsch machen. Hier sind unsere 3 Top-Tipps, wie du die Vorteile des Clean Eating am besten für dich nutzen kannst, ohne dass dein Leben zu sehr eingeschränkt wird.

1. Iss vor allem vollwertige, unverarbeitete Lebensmittel. Diese sollten auf deinem Speiseplan am stärksten vertreten sein.
2. Sei flexibel – was zählt ist dein Speiseplan insgesamt, nicht einzelne Lebensmittel. Gönne dir ab und zu eine Leckerei. Du musst nicht die ganze Zeit clean essen, besonders dann nicht, wenn es gerade total unpraktisch ist. Entscheide selbst, wie intensiv du das Clean-Eating-Konzept für dich umsetzen möchtest.
3. Mach dir bewusst, dass du die meisten Mahlzeiten selbst zubereiten musst. Wenn du dich für eine hauptsächlich vollwertige Ernährung entscheidest, kannst du nicht einfach aus der Packung kochen. Das musst du beim Einkaufen und bei der Zubereitungszeit berücksichtigen.