Mindset stärken: 6 Dinge, mit denen du sofort starten solltest

Keine Sorge, es geht nicht ums Joggen, sondern um dein Mindset. Wir zeigen dir, mit welchen 6 Dingen du anfangen kannst, um dein Mindset zu stärken und dich besser zu fühlen. Lass uns gleich loslegen!

1. Fokussiere dich auf deine Stärken

Wenn wir uns auf das fokussieren, was für uns funktioniert – indem wir unsere Fähigkeiten, unsere Vorlieben oder auch einfach nur die Tricks nutzen, die wir mit der Zeit gelernt haben – dann haben wir eine sehr viel bessere Chance, unsere Ziele zu erreichen.

Die Forschung1 zeigt erstens, dass Menschen, die ihre Stärken nutzen, eher und auf längere Sicht glücklicher sind als Menschen, die sich auf ihre „Schwächen fixieren“.

Zweitens ist es wahrscheinlicher, dass wir unsere Ziele erreichen, wenn sie realistisch sind und auf dem basieren, was für uns natürlich ist, oder womit wir bereits gute Erfahrung gemacht haben, weil wir so die notwendigen Schritte mit mehr Zuversicht unternehmen.

Und drittens können wir unseren Weg zu Gesundheit und Wohlbefinden besser leben, wenn wir uns dabei auf das stützen, was funktioniert, anstatt uns darauf zu fokussieren, was wir „aufgeben“ oder „besser machen“ müssen.

2. Entwickle ein „Growth Mindset”

Überleg dir zunächst einmal, was du in der Vergangenheit gerne getan hättest, es aber gar nicht erst versucht hast. Und dabei geht es nicht darum, wie oft du in diesem Jahr gerne in den Urlaub gefahren wärst, es aber nicht konntest. Hier geht es um das, was du tun wolltest, es aber nicht getan hast, obwohl du es hättest tun können.

Welche Gedanken haben dich daran gehindert? Waren es Gedanken wie „Ich kann nicht.“, „Das schaffe ich nie!“, „Wie soll ich das denn machen?“ oder „Darin bin ich nicht gut.“? Das sind nur ein paar Beispiele für starre Denkweisen – die Überzeugung, dass Dinge sich nicht ändern lassen, dass bestimmte Fähigkeiten gegeben und nicht ausbaufähig sind.

Solche festgefahrenen Denkweisen stehen deinen Zielen im Weg, weil sie dich davon abhalten, etwas Neues auszuprobieren, durchzuhalten oder Rückschläge zu überwinden.

Die gute Nachricht: Du kannst lernen, solche Denkweisen zu hinterfragen und dir ein sogenanntes „Growth Mindset“ aneignen. Das bedeutet, dass du glaubst, dass sich die Dinge ändern lassen. Verwandle dein starres Mindset in eine flexible Denkweise, die dir hilft, auf Rückschläge zu reagieren und neue Herausforderungen zu meistern.

Forschungen2 zeigen, dass wir Neues eher ausprobieren, wenn wir flexibel denken, weil wir glauben, dass wir unsere Fähigkeiten ausbauen können. Das trifft besonders auf Bewegung zu. Laut einer Studie sind Menschen, die glauben, ihre körperliche Fitness mit der Zeit verbessern zu können, eher aktiv als Menschen, die das nicht glauben. Wer eine starre Denkweise hat, fällt eher in alte Gewohnheiten zurück und betrachtet erzielte Erfolge als etwas, das ohne eigenes Zutun geschehen ist.

3. Starte mit mehr Selbstliebe für dich und deinen Körper

„Ich liebe meine Füsse, weil sie mich überallhin tragen. Ich liebe meine Hände, weil ich damit so viele tolle Dinge erspüren kann.“

Studien zeigen, dass Menschen, die eine solche wertschätzende Denkweise ihrem Körper gegenüber haben, körperlich aktiver sind, sich wohler fühlen und insgesamt ein besseres Körperbewusstsein haben. Und es fällt ihnen leichter, gesündere Entscheidungen zu treffen.

Aber seien wir mal ehrlich: Wie oft erwischst du dich dabei, dass du eher etwas Negatives über dein Aussehen denkst? Wenn diese Gedanken auftauchen, versuche, deine Aufmerksamkeit von deinem Aussehen auf das zu lenken, was dein Körper tatsächlich leistet.

Betrachte es einmal so: Vielleicht findest du deinen Bauch zu dick, aber er ist wichtig für die Gesundheit deines Darms. Du bist kein Fan deiner Nase? Ohne sie könntest du nicht atmen! Diese mentale Umstellung fällt dir zunächst vielleicht nicht leicht – es ist auch in Ordnung, wenn es sich anfangs irgendwie komisch anfühlt. Aber sei geduldig mit dir und bleibe dran – es lohnt sich!

4. Mache den Gedanken-Realitätscheck

Die Art und Weise, wie wir denken, beeinflusst, was wir tun. Selbstkritische Gedanken können z. B. unser Selbstvertrauen und unsere Selbstwirksamkeit verringern. Hast du dich auch schon einmal mit einer leeren Chipstüte in der Hand erwischt und dich gefragt, warum du die Chips überhaupt gegessen hast? Wahrscheinlich hat die Geschichte mit einem wenig hilfreichen Gedanken begonnen. Wenn du es schaffst, in solchen Momenten umzudenken, steht der Erreichung deiner Ziele nichts im Weg.

So genannte Realitätschecks sind dann eine gute Möglichkeit, wie du diese Gedanken in hilfreiche, selbstmitfühlende Gedanken umwandeln kannst.

Stelle dir dazu diese beiden Fragen:

  • Ist mein Gedanke eine Tatsache, oder basiert er auf etwas, das ich für wahr halte?
  • Was würde ich einem Freund oder einem Familienmitglied in der gleichen Situation raten?

5. Konzentriere dich auf 3 gute Dinge

Wenn das Leben mal nicht so läuft wie geplant, schaut man eher auf die Unebenheiten auf der Strasse, anstatt auf die Sonne am Himmel zu achten.

Was das mit deiner Gewichtsabnahme zu tun hat? Die Wissenschaft zeigt: Wer sich die Zeit nimmt, Dankbarkeit zu üben, wird glücklicher, und wer glücklicher ist, trifft gesündere Entscheidungen. Und das kann deine Reise zum Wunschgewicht und zu mehr Wohlbefinden um einiges einfacher machen.

Indem du positive Dinge, die du erlebt hast, erkennst, kannst du schnell Freude in deinen Tag bringen. So wirst du glücklicher, hoffnungsvoller und dankbarer. Die Dinge, die du auswählst, können klein sein (z. B. einen neuen Lieblingssnack, der in dein Punktebudget passt) oder bedeutender (du hast einen alten Freund getroffen). Wichtig ist nur, dass sie dir ein gutes Gefühl geben!

Wir empfehlen, die Übung „3 gute Dinge“ im Laufe der Woche mindestens einmal umzusetzen. Denn je bewusster du die guten Dinge wahrnimmst, desto mehr wird es zur Gewohnheit. Und das kann dir helfen, das grosse Ganze im Auge zu behalten, egal, wie viele Hürden du zu überwinden hast.

6. Sprich zu dir wie zu einem Freund

Auf deiner WW Reise kann es passieren, dass du einen Durchhänger hast oder vor Herausforderungen stehst. Studien3 besagen, dass es dir leichter fällt, auf solche Hindernisse so zu reagieren, dass du deine Ziele erreichst, wenn du dir selbst ein wenig Mitgefühl zeigst – genau wie du es einem Freund gegenüber tun würdest. Wenn wir uns selbst mit Freundlichkeit und Geduld statt mit Verurteilung und Kritik behandeln, sind wir in der Lage, echte Veränderungen herbeizuführen und neue Dinge auszuprobieren.

Notiere dir eine selbstbewusste/mitfühlende Aussage, auf die du zurückgreifen kannst, wenn du Rückschläge erlebst oder vor Herausforderungen stehst. Hinweis: Es hilft, darüber nachzudenken, wie du mit einem Freund sprechen würdest.

Leichter gesagt als getan, oder?

Je öfter du mit dir selbst wie mit einem Freund sprichst, anstatt in selbstkritische Gedanken zu verfallen, desto leichter wird es sein, diese Aussage auch zu glauben. Mit der Zeit stärkst du so deine Denkweise.

Quellen:

1 Seligman M, Steen T, Park N, Peterson C. Positive Psychology Progress. Am Psychol. 2005 60(5): 410–421.

2 Dweck CS. Mindset: The New Psychology of Success. Ballantine; 2006.

3 Shapiro S. Good Morning, I Love You. 2020. Boulder: Sounds True.