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Mental load sichtbar machen und reduzieren

Von Weight Watchers
Zuletzt aktualisiert 23. August 2022
Mental load sichtbar machen und reduzieren

Was ist eigentlich Mental load?

Das Problem taucht auf, sobald zwei Menschen zusammenleben: Du möchtest, dass die Wohnung ordentlich ist, deinem Partner scheint das aber nicht so wichtig zu sein. Und weil du nicht alles allein machen willst, erinnerst du ihn/sie immer wieder an die anstehenden To-dos. Genau dieses „für andere Mitdenken“ führt irgendwann zur totalen Überlastung.

Mental Load betrifft alle Menschen, sowohl Männer als auch Frauen, die im weitesten Sinne des Wortes „pflegen“. Laut einer Forsa-Studie fühlen sich beispielsweise 40 % der Mütter und Väter in Deutschland dauerhaft gestresst von Kindererziehung, Erwerbsarbeit und Mental load. Doch die sogenannte Gender Care Gap ist gross. Kinder erziehen, Haushalt führen, Angehörige pflegen – Frauen erledigen 52,4 % mehr Pflege- und Fürsorgearbeit als Männer. Unbezahlt.

Ein Beispiel

Dein Kind ist auf einen Geburtstag eingeladen. Der Mental Load dieser Einladung betrifft alle Planungs- und Koordinierungsprozesse, die vor, während und nach dem Kindergeburtstag stattfinden.

  • Den Kalender checken, ob das Kind zu diesem Termin Zeit hat und evtl. den Schwimmkurs absagen, der mit dem Geburtstag kollidiert.

  • Planen, wie das Kind zur Feier und wieder nach Hause kommt.

  • Fragen, was sich das Geburtstagskind wünscht.

  • In die Stadt fahren und das Geschenk kaufen oder es online bestellen.

  • Geschenkpapier besorgen.

  • Das Geschenk verpacken.

  • WhatsApp-Nachrichten rundum den Geburtstag in der entsprechenden Gruppe lesen und beantworten.

  • ...

Diese Liste ist bestimmt noch nicht vollständig. Sie zeigt aber, was alles zu beachten und zu bedenken ist. Wenn sich nun dein Partner anbietet, das Geschenk zu besorgen, glaubt er, es wäre alles erledigt, weil er nicht den gesamten Organisationsprozess sieht. So kann schnell ein Ungleichgewicht an Arbeit und Verantwortung entstehen.

So kannst du Mental Load verringern und Aufgaben besser aufteilen!

An fast allen alltäglichen Aufgaben hängt ein langer Rattenschwanz an Aufgaben. Ob Kochen, Wäsche waschen, Termine wahrnehmen …

1. Mach Mental Load sichtbar

Um Mental Load zu reduzieren, solltest du es aus seinem Versteck herausholen und sichtbar machen. Erst dann können deine Mitmenschen (Partner, Kollegen, Mitbewohner) verstehen, was dich stresst und deine Arbeit wertschätzen. Setz dich – am besten mit den Menschen, die von deiner unsichtbaren Arbeit profitieren – hin und schreib auf, was getan werden muss. Wie viel Zeit beansprucht jede Aufgabe? Bis wann muss sie erledigt sein? Notiere unbedingt auch die kleinen Schritte, die du „selbstverständlich“ oder aus Gewohnheit nebenher erledigst. Denn gerade diese Kleinigkeiten sind es, die in Summe die Masse an Denkarbeit ausmachen.

2. Reduziere Mental Load

Im nächsten Schritt werden die Aufgaben neu verteilt. Sinnvoll ist es, wenn eine Person einen ganzen Prozess übernimmt, zum Beispiel:

  • „Saubere Wäsche“ heisst:
    Wäsche sortieren, waschen, trocknen, bügeln/falten, in die Schränke räumen.

  • „Kind kann zum Kindergeburtstag“ heisst:
    Geschenk organisieren und einpacken, Kind hinbringen, Abholung des Kindes organisieren, einen Termin absagen, der mit dem Geburtstag korreliert.

  • „Kaffee kochen“ heisst:
    Kolleginnen und Kollegen an Geld für die Kaffeekasse erinnern, Kaffee und Filter besorgen, am Morgen eine Kanne Kaffee kochen und vielleicht sogar die Spülmaschine anstellen.

Wenn du einen Prozess abgibst, solltest du wirklich loslassen. Auch Aufgaben, die man „doch noch schnell selbst erledigen kann“. Ebenso Aufgaben, die die andere Person nicht sofort perfekt erledigt. Sei geduldig und verabschiede dich von Idealvorstellungen. Nur so kann die neue Verteilung gelingen.

3. Lass los und tu dir Gutes

Die schmutzigen Socken liegen auf dem Boden herum, du hast aber einen anstrengenden Tag hinter dir? Es passiert leicht, dass wir aus Gewohnheit das nächste To-do erledigen, statt einfach mal zu entspannen. Sammle also nicht die Socken auf, sondern übe loszulassen. Nutze die freie Zeit, um dir etwas Gutes zu tun. Schreibe beispielsweise eine Tut-mir-gut-Liste.

  • Gönn dir ein Nachmittagsschläfchen.

  • Ab in die Badewanne! Hier kannst du dem Alltag entfliehen und entspannen.

  • Mach’s dir mit einem guten Buch gemütlich!

  • Erstelle dir eine Playlist fürs nächste Workout – für die Extra-Portion Motivation und gute Laune.

  • Tue einfach mal ein paar Minuten nichts.

  • Aktiv entspannen, z. B. beim Yoga, beim Meditieren oder beim autogenen Training. Nutze auch die WW Audio-Coachings und Breethe Meditationstechniken!

  • Mach einen Spaziergang und tanke frische Luft.

  • Hol dir das Restaurant-Feeling nach Hause und koch dir was Aussergewöhnliches.

  • Beobachte deine Kinder beim Spielen.

  • Lass dich von Challenges motivieren, egal, ob Plank-Challenge, Liegestütz-Challenge oder vieles mehr. Durchstöbere die WW Community nach einer passenden Herausforderung für dich!

  • Ab in den Garten oder auf den Balkon. Wühle in der Erde und schaffe dir deine eigene blühende Frischluft-Wohlfühloase. Samen und Blumen einfach online bestellen.

  • Schreibe auf, wofür du dankbar bist.

Funktioniert die neue Aufgabenteilung?

Nehmt euch regelmässig Zeit, um zu schauen, ob die Umverteilung der Aufgaben und der geteilte Workload für alle Beteiligten so passt. Zum Beispiel:

  • Was hat gut geklappt?

  • Was hat nicht so gut geklappt? Warum nicht?

  • Was können wir besser machen?

  • Müssen Aufgaben umverteilt werden?

  • Sind Aufgaben dazu gekommen, die man einfachheitshalber übernommen hat, die man aber vielleicht nicht dauerhaft und unabgesprochen weitermachen möchte?

  • Sind die Kinder alt genug, um Aufgaben eigenverantwortlich zu übernehmen? Wenn ja, welche?

  • Überlegt, was euch wichtig ist. Ist es der selbstgebackene Geburtstagskuchen? Dann streicht etwas anderes.

  • Welche Aufgaben könnt ihr allgemein streichen oder outsourcen (z. B. Fensterputzer kommen lassen)? Sind die finanziellen Mittel dafür da?

Was erreicht ihr dadurch?

Eine höhere Transparenz, von dem, was im Alltag geleistet wird. Und damit auch mehr Wertschätzung und Verständnis.