Wie «Zurückspulen» dir helfen kann, weiterzukommen – dein Plan in drei Schritten

Stell dir vor, du könntest dein Leben «zurückspulen». Du könntest schöne Momente noch einmal durchleben und alles Unerfreuliche löschen.
Das ist natürlich unmöglich, du kannst nicht in der Zeit zurückgehen und Dinge ungeschehen machen. Aber du kannst viel über dich erfahren und einmal gemachte Fehler in der Zukunft vermeiden, wenn du dir einen Moment Zeit nimmst, um «Zurückzuspulen» und die Dinge rückblickend noch einmal kritisch zu betrachten. Die Technik funktioniert – wie und warum du es selbst einmal ausprobieren solltest, erfährst du hier.
Wenn der Blick zurück der Weg nach vorn ist
«Wie konnte das passieren?» Wenn du zurückblickst und darüber nachdenkst, wie du dich in verschiedenen Situationen verhalten hast, nimmst du die Umstände und Gedanken wahr, die dein Verhalten und deine Reaktionen ausgelöst haben.
Es kann schmerzhaft sein, eine Situation, die schief gegangen ist, noch einmal zu durchleben. Aber auf diese Weise kannst du herausfinden, was du in Zukunft in dieser Lage wieder genauso oder anders machen möchtest. Du kannst dir einen Plan zur «Kurskorrektur» zurechtlegen, wenn du merkst, dass du dich von deinen Zielen entfernst, und die Dinge wiederholen, die dich diesen Zielen näher bringen.
Du ertappst dich beispielsweise mit einem Keks in der Hand, den du gar nicht essen wolltest. Welche Situationen, Gedanken und Handlungen haben zu diesem Verhalten geführt? Einer der Gründe ist vielleicht, dass die Kekspackung auf dem Tisch lag. Dann bewahrst du sie beim nächsten Mal eben im Schrank auf.
Oder nehmen wir eine positive Situation. Du langweilst dich und beschliesst, spazieren zu gehen statt etwas zu essen. Verfolge deinen Denkprozess zurück und überleg dir, was geschehen ist. Du stellst vielleicht fest, dass du an einen Spaziergang gedacht hast, weil deine Schuhe in der Küche standen. Dann stellst du ab jetzt vielleicht immer ein Paar Schuhe in die Küche.
In beiden Fällen hast du herausgefunden, was du ändern kannst, um dich auch in Zukunft bei der Stange zu halten, weil du «zurückgespult» hast.
Noch einmal abspielen und überdenken
Wenn die Dinge nicht so laufen, wie du es dir wünschst, helfen dir die folgenden Schritte dabei herauszufinden, was du ändern kannst.
Stell dir vor, du schaust dir eine Videoaufnahme der Situation an. Spul das Video in Gedanken um 48 Stunden – oder jede beliebige Zeitspanne – zurück und schau dir alles an, was geschehen ist. Du siehst dabei was du machst, was die Umstände sind, und du kannst sogar deine eigenen Gedanken hören.
Entscheide, an welcher Stelle du das Video anhalten würdest, um etwas zu ändern und neu aufzunehmen. An welchem Punkt würdest du etwas ändern? Wenn du beispielsweise ein üppiges Mittagessen gekauft hast, das du gar nicht wolltest, kannst du das Video am Abend vorher anhalten, als du beschlossen hast, die Reste vom Abendessen nicht für den nächsten Mittag einzupacken.
Jetzt spiel das Video noch einmal mit der neuen Aufnahme ab. Wie ändern sich die Dinge? Überlege anhand dieser Erkenntnisse, was du beim nächsten Mal anders machen kannst, damit du nichts «neu aufnehmen» musst.
Probier dies nächste Woche dreimal aus. Denk dabei daran, dass es nicht hilfreich ist, dich rückblickend zu verurteilen. Du stellst vielleicht fest, dass du bestimmte Handlungen hättest vermeiden können, aber vergiss nicht, das lässt sich im Nachhinein immer leichter erkennen.
Es ist nicht einfach, Verhaltensweisen zu ändern, weil wir unsere Augenblicksentscheidungen fast immer (wenn nicht immer) unbewusst treffen. Eine gesunde Dosis Nachsicht mit uns selbst wirkt Wunder – und die «Rückspultaste» ist ein starkes Tool auf deinem weiteren Weg zum Wunschgewicht.