Warum du zum Abnehmen keine Willenskraft brauchst
Wir verraten dir heute, warum die richtige Strategie viel wichtiger als Willenskraft ist.

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Stell dir vor: Nach einer Geburtstagsfeier bleiben viele feine Knabbereien übrig, die du eigentlich nicht aufessen möchtest. Sicherlich kannst du willensstark sein, um der Versuchung zu widerstehen. Aber nach einer Weile wird es dann doch immer schwieriger, standhaft zu bleiben. Aber warum? Studien zeigen, dass unsere Willenskraft mit der Zeit geringer werden kann, wodurch es uns schwererfällt, bewusste und gesündere Entscheidungen zu treffen.
3 schnelle Fakten rund ums Thema
Willenskraft ist die bewusste Anstrengung, die nötig ist, um etwas zu tun, das sich von dem unterscheidet, was wir eigentlich machen möchten.
Wenn es darum geht, gesunde Entscheidungen zu treffen, sollten wir uns nicht allein auf unsere Willenskraft verlassen. Denn sie wird von der Anzahl der Entscheidungen beeinflusst, die wir bereits getroffen haben – und davon, wie abgelenkt, müde oder hungrig wir sind.
Strategien, die unsere Abhängigkeit von der Willenskraft verringern, um gesunde Entscheidungen zu treffen, machen es uns leichter, auf Kurs zu bleiben.
Strategie der Woche
Wähle ein oder zwei der folgenden Strategien aus, um zukünftig weniger mit Willenskraft und mehr mit Strategie zu arbeiten.
Gute Absichten. Halte für dich fest, was du in bestimmten Situationen machen möchtest. Auf diese Weise triffst du jetzt eine Entscheidung und musst dann später keine Energie für «Mach ich’s oder mach ich’s nicht?» aufwenden. Nimm dir beispielsweise vor, zu jeder Mahlzeit und zu jedem Snack Obst oder Gemüse zu essen oder einen kleinen Umweg auf dem Heimweg zu machen, damit du nicht am Bäcker vorbeikommst.
Ordne deine Umgebung. Das, was wir sehen, hören und riechen, hat einen starken Einfluss auf unser Handeln. Gestalte daher deine Umgebung so, dass du weniger bewusste Entscheidungen treffen musst. Wenn z. B. die Kekse auf dem Küchentresen immer lauter deinen Namen rufen, musst du einiges an Willenskraft aufbringen, dich zu entscheiden, ob es sich lohnt, sie zu essen oder nicht. Sie sind leiser, wenn sie in einem geschlossenen Schrank aufbewahrt werden oder gar nicht erst da sind.
Mach’s dir schwer. Schaffe Situationen, in denen du dich bewusst für etwas «Ungesünderes» entscheiden müsstest. Dann kostet die gesündere Entscheidung weniger Willenskraft. Versuche zum Beispiel, die Fernbedienung des Fernsehers an einem Ort aufzubewahren, für den du extra aufstehen musst, statt von der Couch aus bequem einzuschalten. Oder friere Kuchen- und Gebäckreste ein, damit sie erst aufgetaut werden müssen, bevor du sie essen kannst.
Verbinde Unangenehmes mit Angenehmem. Indem du etwas, das du gerne tun möchtest, mit etwas verbindest, das du nicht so gerne machst, fällt es dir leichter und du musst weniger Willenskraft aufbringen. Höre beispielsweise nur während des abendlichen Spaziergangs Hörbücher.
Mach einen Deal mit dir selbst. Etwas zu entscheiden, das in der Zukunft liegt, erfordert weniger Willenskraft, weil Hunger, Müdigkeit, schlechtes Wetter, Hitze … noch keine Rolle spielen. Koche beispielsweise dein Mittagessen für die nächsten Tage vor. So steht schon fest, was es gibt, und du kommst nicht in die Situation, dich evtl. doch für etwas anderes zu entscheiden.