Die besten Tipps für Stress-Esser
Stress-Essen ist für viele ein echtes Problem. Amélie zeigt dir, was du dagegen tun kannst.

Du hattest einen anstrengenden Tag und greifst am Abend direkt zur Chipstüte? Damit bist du nicht allein. Wenn sich beim Essen dein Autopilot einschaltet, kann dir diese 5-Minuten-Strategie von Amélie helfen.
Das Wichtigste zusammengefasst:
Zuerst solltest du dir über die Gewohnheit bewusst werden. Sobald du bemerkst, dass du es tust, kannst du deine Reaktion darauf anpassen.
Gib dir selbst fünf Minuten Zeit. Stelle einen Timer und mache irgendetwas anderes.
Beobachte danach, wie es dir geht. Könntest du noch etwas tun, um dein Stresslevel zu senken?
Wenn du immer noch etwas essen möchtest, gönne dir einen Snack. Du hast dich achtsam verhalten und deine Gewohnheit unterbrochen. Beim nächsten Mal wirst du vielleicht schon nicht mehr automatisch zum Snack greifen.
WW Expertin Amélie zeigt dir, wie sich Stress-Essen vermeiden lässt
Amélie Rudolf ist M. Sc. Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften und WW Expertin für Bewegung und Mindset.
Hin und wieder haben wir das Gefühl, etwas essen zu müssen – und zwar nicht, weil wir Hunger haben, sondern weil wir gestresst sind. Da du gerade diesen Artikel liest, geht oder ging es dir vielleicht ähnlich.
Du bist damit nicht allein. Wir leben in stressigen Zeiten! Bei Stress greifen wir schnell zu einem Snack, denn wir fühlen uns dann tatsächlich kurzfristig besser. Das Essen lenkt uns ab und tröstet. Problematisch wird es, wenn wir automatisch auf Stress mit Essen reagieren. Das kann zur Gewohnheit werden. Mit der Zeit kann dieses Verhalten unsere gesunden Essgewohnheiten und unsere Gewichtsabnahme beeinträchtigen. Und oft ist das auch nicht die Art und Weise, wie wir mit uns selbst umgehen möchten.
Wie andere Gewohnheiten läuft auch Essen in stressigen Situationen oft unbewusst ab. Es war also eine gute Entscheidung, diesen Artikel zu lesen. Der erste Schritt, um Stress-Essen in den Griff zu bekommen, besteht darin, sich dessen bewusst zu werden, also anzuerkennen, dass es passiert oder bald passieren wird.
Nur so kannst du den Kreislauf unterbrechen und in Zukunft anders reagieren. Du musst dir nur ein bisschen Zeit zwischen dem Bedürfnis und dem Griff zum Snack verschaffen. Damit holst du dir die Kontrolle zurück und kannst eine bewusste Entscheidung treffen.
Stelle dir einen Timer und mache dann irgendetwas anderes, als zu essen. Wasche das Geschirr ab, sieh nach, ob es etwas Neues auf Instagram gibt, oder giesse deine Pflanzen. Wenn die Zeit abgelaufen ist, ist der Stress nicht unbedingt verschwunden, aber vielleicht hat sich dein Bedürfnis verändert. Vielleicht ist es jetzt weniger stark.
Beobachte, wie es dir geht
Könntest du noch etwas tun, um dein Stresslevel in den Griff zu bekommen? Wenn du einen schwierigen Tag hattest, könntest du zum Beispiel eine Freundin oder einen Freund anrufen. Vielleicht hilft auch ein Spaziergang.
Falls du denkst, das hilft, tu es einfach. Wenn du dann immer noch etwas essen möchtest, ist ein kleiner Snack auch in Ordnung. Warte! Wie bitte? Du sollst essen, obwohl du keinen Hunger hast?
Nun, die Sache ist die:
Du hast fünf Minuten gewartet und dich gedanklich mit deinem nächsten Schritt beschäftigt.
Du bist achtsam und dir dessen bewusst, was du tust.
Du hast den Kreislauf deiner Gewohnheit durchbrochen.
Wenn du jetzt etwas isst, gehst du gelassener daran. Vielleicht isst du auch etwas anderes, als wenn du direkt zugegriffen hättest. Du hast dir Raum zwischen Bedürfnis und Aktion verschafft. Beim nächsten Mal fühlt sich das Bedürfnis vielleicht schon anders an, wenn du versuchst, deinen Stress in den Griff zu bekommen.
Also, starte den Timer auf deinem Telefon genau jetzt und übernimm die Kontrolle.