4 beruhigende Wahrheiten für alle, die in letzter Zeit ihre Schrittziele verfehlt haben

Neben Haushalt, Arbeit und der familiären Verpflichtungen finden einige von uns kaum Zeit, um sich die Turnschuhe anzuziehen, geschweige denn, sich jeden Morgen für einen 20-minütigen Walking-Ausflug aus dem Haus zu stehlen.
Selbst motivierte Walking-Enthusiasten erreichen nicht immer ihre Schrittziele. Das kann frustrieren und Stress auslösen. Solche Gefühle sind normal. Auf der anderen Seite können sie uns auch dazu inspirieren, anders über unsere Ziele nachzudenken und Lösungen zu finden, die besser für uns funktionieren.
Hier findest du stichhaltige Gründe, nicht allzu hart mit dir ins Gericht zu gehen, wenn du deine Ziele für deine Schritte nicht wie gewünscht erreicht hast – und einige proaktive Ideen, die du stattdessen in Betracht ziehen solltest.
1. Deine Walking-Gewohnheit ist noch immer da.
Du hast so hart daran gearbeitet, dir eine gesunde Walking-Routine anzueignen. Jetzt machst du dir vielleicht Sorgen, dass alle deine Fortschritte verloren gehen, wenn du nicht dran bleibst Glücklicherweise halten etablierte Fitnessgewohnheiten lange an. Jedes Gehen an sich hält die Gewohnheit am Leben. Solange du einen Schritt nach dem anderen machst, musst du nicht wieder von vorne anfangen.
Sagen wir mal, du würdest jeden Tag 10.000 Schritte gehen, und jetzt schaffst du nur noch 5.000. Du wirst dann allerdings relativ leicht wieder auf 10.000 zurückkommen können, sobald es sich wieder machbar anfühlt. Also gibt es keinen Grund, sich in der Zwischenzeit verrückt zu machen.
2. Die Schritte dienen nur als eine Art Motivator.
Eine 2016 in der Zeitschrift Sports Medicine veröffentlichte Studie (englisch) hat bestätigt, was viele von uns aus Erfahrung wissen – das Zählen von Schritten ist definitiv motivierend. Wenn wir sehen, wie die Zahl sich steigert, wollen wir die Dynamik aufrechterhalten. Wir alle schauen liebend gerne auf das Ergebnis im Display – es sei denn, es fällt am Ende niedriger aus, als wir uns das wünschen. Dann ist es ganz normal, enttäuscht zu sein.
Wenn das Walken einfach nicht mehr möglich ist, schlägt Neil vor, einige verwandte Miniziele zu setzen, die für deine aktuelle Situation sinnvoll sind. Wenn deine morgendlichen Spaziergänge dadurch erschwert werden, dass du zum Beispiel deine Kinder zu Hause unterrichtest, könntest du stattdessen vielleicht versuchen, zweimal pro Woche in der Mittagspause einen Familienspaziergang zu unternehmen? Wenn du statt 12.000 Schritten pro Tag nur noch 3.000 Schritte pro Tag schaffst, könntest du doch vielleicht einfach 10 x häufiger die Treppe nutzen, oder?
Das Setzen erreichbarer Ziele innerhalb deiner gegenwärtigen Realität kann motivieren und ein Gefühl der Kontrolle vermitteln, das viele von uns im Moment nur schwer finden können. All das kann zu einer Lawine für ein positiveres, glücklicheres, gesünderes und bodenständigeres Gefühl führen.
3. Ein „Spaziergang“ kann viele Aktivitäten umfassen.
Wenn Menschen ihren Übungsrhythmus finden, sind sie normalerweise nicht darauf erpicht, ihn zu ändern. Aber wenn deine langen Spaziergänge im Moment nicht umsetzbar sind, könnte es Zeit für einen Realitätscheck sein.
Wenn du dich entscheidest, dass du nur auf eine bestimmte Art und Weise trainieren kannst, wirkt das wie ein Glaubenssatz und du denkst, dass nur diese eine Art von Training der Mühe lohnt. Das ist Schwarz-Weiss-Denken – Es sollten auch Grautöne zugelassen werden.
Vielleicht ist es zeitlich oder aus anderen Gründen mal nicht möglich, 5.000 Schritte in einem einzigen, kontinuierlichen Training zu schaffen Gleichzeitig bedeutet das aber nicht, dass die einzige Alternative ein Sprung auf die Couch ist. Kannst du vielleicht ein bisschen im Garten arbeiten? Ein Zimmer neu gestalten? Ein schnelles Kardio-Training von deinem Laptop aus streamen? Diese Schritte sind echte Schritte! Und: All diese Formen der Bewegung können eine gesunde Gehirnchemie unterstützen, Stress regulieren und dazu beitragen, ein allgemeines Gefühl des Wohlbefindens zu schaffen. Gut zu wissen, dass sich ein stückweiser Ansatz tatsächlich auszahlen kann.
4. Jede Bewegung zählt.
Wie auch immer dein Leben im Moment aussieht, es ist wichtig, dass du dich körperlich bewegst. Dir gebührt Anerkennung für alles, was du schaffen kannst. Sei es die weithin empfohlene Basis von 30 Minuten moderater Aktivität an fünf Tagen in der Woche oder etwas ganz anderes.
Generell ist ein bisschen Bewegung immer noch besser als gar keine, auch wenn du dir eigentlich mehr wünschen würdest.
Alles, was du im positiven Sinne für dich selbst tust, ist genau jetzt wichtig und richtig. Wir profitieren davon, nicht nur anderen, sondern auch uns selbst gegenüber freundlich zu sein. Das solltest du dir als tägliches Ziel setzen.