Warum Muskeln beim Abnehmen wichtig sind
Du trackst deine Fortschritte, entwickelst neue Gewohnheiten und siehst, wie sich die Zahl auf der Waage in die richtige Richtung bewegt. Darauf kannst du echt stolz sein. Aber was wäre, wenn wir dir sagen würden, dass es beim Abnehmen nicht nur auf das Gewicht ankommt?
Fett zu verlieren ist natürlich das Ziel. Aber je schneller du abnimmst (z. B. mit Hilfe von GLP-1), desto größer ist das Risiko, dass du neben dem Fett auch kalorienverbrennende Muskeln verlierst. Und das kann deinen langfristigen Erfolg sabotieren.
Grundlagen der Körperzusammensetzung
Während der Abnahme besteht ein hohes Risiko, fettfreie Muskelmasse zu verlieren – vor allem in Zeiten schnellerer Gewichtsabnahme, wie zum Beispiel bei der Einnahme von GLP-1. Muskeln sorgen nicht nur für ein straffes Aussehen, sie schützen auch deine Knochen, stabilisieren deine Energie und halten dich im Alter gesund. Außerdem sind Muskeln ein metabolisch aktives Gewebe, was bedeutet, dass sie auch im Ruhezustand Kalorien verbrennen. Der Verlust dieser Muskeln ist wie das Herunterdrehen des Thermostats an der Kalorienverbrennungsanlage deines Körpers.
Wie kannst du also sicherstellen, dass du mehr Fett als Muskeln verlierst? Mach zunächst Krafttraining zu deiner ersten Wahl. Verfolge dann deine Fortschritte mit unserem integrierten KI Body Scanner, um deine Muskelmasse im Laufe der Zeit zu beobachten.
Jede Bewegung ist gut – aber für die Muskeln ist Krafttraining entscheidend
Beim Krafttraining (auch als Widerstandstraining bekannt) werden Gewichte wie Hanteln, Kettlebells, Maschinen, Bänder oder dein eigenes Körpergewicht eingesetzt, um Muskeln aufzubauen. Dabei werden deine Muskeln dazu gebracht, mehr zu leisten als gewohnt, bis an ihre Grenzen. Und wenn du deinem Körper konsequent signalisierst, dass du für deine Aktivitäten mehr Kraft benötigst, reagiert er darauf mit Reparatur- und Wachstumsprozessen, die zum Muskelaufbau führen.
Dein Ziel ist einfach: 2-3 Mal pro Woche
Und dies zu erreichen ist einfacher, als du denkst. Das Ziel ist nicht Perfektion, sondern Beständigkeit, die zu Fortschritten führt. Hier sind drei einfache Möglichkeiten, um Gewohnheiten zu entwickeln, die deine Ergebnisse verbessern:
Fang dort an, wo du bist – du brauchst kein Fitnessstudio. Übungen mit dem eigenen Körpergewicht wie Kniebeugen, Liegestütze und Ausfallschritte sind super effektiv, um eine starke Basis aufzubauen. Außerdem sind sie kostenlos und leicht anpassbar, sodass du eine Übung finden kannst, die zu deinem aktuellen Fitnesslevel passt, und zu schwierigeren Varianten übergehen kannst, wenn du stärker wirst.
Finde dein erstes Training in der App. Deine Weight Watchers App steckt voller Ressourcen. Suche nach Übungen, die du zu Hause nach deinem eigenen Zeitplan durchführen kannst.
Konzentriere dich auf das Gefühl, nicht nur auf die Wiederholungen. Achte auf alle Erfolge, die nicht auf der Waage zu sehen sind. Muskeln aufzubauen und stärker zu werden bedeutet oft mehr Energie, besseren Schlaf und leichtere Alltagsaktivitäten, wie zum Beispiel deine Kinder oder Enkelkinder hochzuheben, Gepäck im Gepäckfach zu verstauen oder alle Einkäufe auf einmal zu tragen.
Und nein, Gewichtheben macht dich nicht „massig”. Tatsächlich hilft Krafttraining dabei, einen schlankeren, strafferen Körper zu bekommen, wenn du Fett verlierst. Wie das? Ein Pfund Muskeln ist dichter als ein Pfund Fett, was bedeutet, dass es weniger Platz einnimmt. Wenn du also Muskeln aufbaust, passen deine Klamotten vielleicht sogar besser, auch wenn die Zahl auf der Waage gleich bleibt.
Protein und Krafttraining: Dein Duo für Erfolg
Wenn wir über Kraft sprechen, müssen wir auch über Protein reden. Protein liefert die lebenswichtigen Bausteine, die dein Körper braucht, um Muskeln zu reparieren und zu erhalten. Aber Protein allein macht dich nicht automatisch stärker. Dein Körper braucht ein Signal – einen Grund –, um diesen Treibstoff auch zu nutzen.
Stell dir Protein wie das Benzin in deinem Tank vor. Das Krafttraining ist die Zündung. Du kannst den Tank so voll machen, wie du willst – ohne die Zündung durch das Training bewegt sich dein Auto keinen Zentimeter.
Mehr noch: Zu viel Protein ohne Krafttraining lässt den Tank wortwörtlich überlaufen. Dein Körper kann nur eine begrenzte Menge Protein auf einmal verwerten, um Muskeln aufzubauen, den Stoffwechsel zu unterstützen und das Gewebe gesund zu halten. Ist dieser Bedarf gedeckt, sorgt das Extra nicht für mehr Kraft. Es treibt den Insulinspiegel in die Höhe und wird in viszerales Fett (Bauchfett) umgewandelt.
Also ja, iss Proteine – aber hör damit nicht auf. Hebe, drücke, ziehe und bewege dich. So verwandelst du die Energie, die du dir zugeführt hast, in Kraft.
Starke Ziele
Bisher hast du Sport vielleicht als Mittel gesehen, um schlanker zu werden – jetzt ist es an der Zeit, stärker zu werden. Es geht nicht nur darum, die Zahl auf der Waage zu verändern, sondern darum, deine Körperzusammensetzung zu verändern, um deine Fortschritte dauerhaft zu sichern.
Wir sprechen davon, deinen Fokus von dem, was du verlierst, auf das zu verlagern, was du aufbaust. Und es ist nie zu spät, damit anzufangen.
Dieser Inhalt dient nur zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Er sollte nicht als Ersatz für den Rat eines Arztes/einer Ärztin oder eines medizinischen Fachpersonals betrachtet werden.