Anlaufstellen für die mentale Gesundheit

Hier findest du Hilfe für dich und deine Liebsten.

Bei WW wissen wir, dass die körperliche Gesundheit nur ein Aspekt des allgemeinen Wohlbefindens ist. Auch die mentale Gesundheit ist ein wichtiger Faktor.

Wir alle erleben von Zeit zu Zeit schwierige Emotionen wie Trauer, Sorgen oder Ärger. Die Säule Mindset umfasst viele Techniken, die helfen sollen, mit solchen Emotionen umzugehen – zum Beispiel, indem man achtsamer wird, Wertschätzung praktiziert oder lernt, wie man mit Stress umgehen kann. Das Mindset, also unsere Denkweise, unterscheidet sich aber von der psychischen Gesundheit.

Bei emotionalem Stress, der ungewöhnlich intensiv oder lang anhaltend ist, kann es ratsam sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Wenn negative Gefühle dazu führen, dass du deinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kannst, wenn deine Beziehungen darunter leiden oder du kein erfülltes Leben mehr führen kannst, ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, dich über professionelle Hilfe zu informieren. Fast 18% aller Erwachsenen in der Schweiz erlebt irgendwann signifikante Symptome, die sich auf die psychische Gesundheit auswirken. Du bist also nicht alleine. Und es gibt Hilfe.

WW bietet keine psychologischen Behandlungen oder Beratungen an. Unsere Coaches sind keine Spezialisten für psychologische Betreuung. Deswegen hat das WW Science Team diese Anlaufstellen zusammengestellt. Wir möchten, dass unsere Mitglieder Zugang zu zuverlässigen, vertrauenswürdigen Informationen erhalten.

Deine psychische Gesundheit liegt uns am Herzen. Egal, ob du mehr über psychische Probleme erfahren möchtest, Tipps für die Suche nach professioneller Hilfe benötigst oder Ideen suchst, wie du jemand anderen unterstützen kannst: Hier findest du Informationen zu häufigen Problemen und hilfreiche Anlaufstellen.


Häufige psychische Probleme


Nachfolgend findest du einen komprimierten Leitfaden zu einigen psychischen Problemen, die jedes Jahr Millionen von Erwachsenen betreffen. Die Liste ist nicht vollständig. Direkt danach folgt eine Liste von anerkannten Organisationen und Diensten, die Hilfe für diese Bereiche anbieten.


Selbstverletzung und suizidale Gedanken

In der Schweiz versterben jährlich ca. 1.000 Menschen durch Suizid. Neben dem Wunsch, sich selbst zu verletzen, werden suizidale Gedanken oft (aber nicht immer) von bestimmten Verhaltensweisen begleitet. Betroffene ziehen sich zum Beispiel oft von Familie und Freunden zurück, berichten von einem Gefühl der Leere oder Hoffnungslosigkeit, konsumieren häufiger Drogen oder Alkohol oder zeigen veränderte Ess- oder Schlafgewohnheiten. Suizidale Gedanken und Handlungen deuten auf eine extreme Notlage hin. Sie sind kein Zeichen für Schwäche und auch kein Schrei nach Aufmerksamkeit.

Wenn du darüber nachdenkst, dir selbst etwas anzutun, ist es wichtig, dass du dir sofort Hilfe holst.

Du kannst Die Dargebotene Hand telefonisch unter 143, per E-Mail und per Chat unter www.143.ch erreichen, 24 Stunden am Tag. Die Dargebotene Hand ist für alle da, für Jung und Alt, für Arbeiter, Hausfrauen, Auszubildende oder Rentner, für Menschen aller Glaubensrichtungen und auch für Menschen ohne Religionszugehörigkeit. Im Folgenden findest du weitere Quellen für kurz- und langfristige Unterstützung.

Probleme mit dem Essverhalten und der Selbstwahrnehmung

WW basiert auf gesunden, evidenzbasierten Konzepten für das Wohlbefinden und für Gewichtsfragen. Sie zielen darauf ab, dass unsere Mitglieder sich wohlfühlen. Uns ist jedoch klar, dass für viele Menschen ein erheblicher Leidensdruck besteht, wenn es um das Essverhalten und das Essen an sich geht. Andauernde Schuld- und Schamgefühle beim Essen, ein anhaltender Kontrollverlust, die Einnahme von Abführmitteln, Erbrechen, um Gewicht zu verlieren, übermässiger Sport, um mehr Kalorien zu verbrennen, oder eine ständige Auseinandersetzung mit Gewicht oder Figur können auf eine Essstörung oder eine andere Erkrankung hinweisen.

Für Menschen, die mit solchen Gefühlen und Verhaltensmustern kämpfen, kann der Weg zu einer gesunden Abnahme und zu mehr Wohlbefinden besonders komplex sein. WW ist der Meinung, dass Abnehmprogramme nicht für Menschen geeignet sind, die unter Essstörungen leiden. Die Behandlung einer Essstörung mit der Unterstützung von Fachleuten ist entscheidend, um das eigene Wohlbefinden und die allgemeine Einstellung zum Essen zu verbessern.

Wir bitten WW Mitglieder, die unter einer Essstörung leiden, darum, ihre Mitgliedschaft auszusetzen, bis sie eine ärztliche Empfehlung erhalten, wieder am Programm teilzunehmen. Das Wohlbefinden unserer Mitglieder hat bei WW oberste Priorität.


Angststörungen

Gelegentliche Ängste und Sorgen sind ein normaler Bestandteil des Lebens. Manchmal wird man zum Beispiel nervös, wenn es Probleme bei der Arbeit gibt oder wenn man eine wichtige Entscheidung treffen muss. Aber Ängste oder Sorgen, die über einen längeren Zeitraum anhalten und tägliche Aktivitäten oder Routinen beeinträchtigen, können ein Zeichen für eine Angststörung sein.

Zu den Angststörungen gehören die generalisierte Angststörung, die oft mit chronischen Sorgen einhergeht, die den Alltag beeinträchtigen, sowie Panikstörungen (auch bekannt als Panikattacken), Zwangsstörungen und unterschiedliche Phobien in Bezug auf bestimmte Situationen oder Dinge.

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und sind behandelbar. Im nächsten Abschnitt findest du Links zu Ressourcen, die du für Gespräche mit deinem Arzt nutzen kannst, um langfristige Unterstützung zu erhalten.


Depressive Stimmung

Jeder fühlt sich hin und wieder traurig oder bedrückt. Manchmal ist das eine Reaktion auf bestimmte Ereignisse, und manchmal passiert es einfach so. Auch wenn die meisten von uns das nicht sehr angenehm finden, ist es doch ein unvermeidlicher Bestandteil des menschlichen Lebens.

Wenn diese Gefühle langfristig anhalten, kann das jedoch zum Problem werden. Wenn du bemerkst, dass du über mehrere Wochen hinweg traurig oder hoffnungslos bist oder das Interesse an Dingen verlierst, die dir normalerweise Spass machen, kann es sein, dass du an einer depressiven Störung leidest. Depressive Störungen, zu denen unter anderem auch klinische Depressionen, postpartale Depressionen oder bipolare Störungen gehören, können erhebliche Auswirkungen auf unsere Gefühle, Gedanken, Beziehungen und alltägliche Aktivitäten wie Schlafen, Essen und Arbeiten haben. Depressive Störungen kommen häufig vor, sollten aber dennoch sehr ernst genommen werden. Häufig lassen sie sich mit Gesprächstherapien, verschreibungspflichtigen Antidepressiva oder einer Kombination unterschiedlicher Massnahmen behandeln.


Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen

Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen bedeuten, es besteht eine physische oder psychische Abhängigkeit von Alkohol, Nikotin, Narkotika oder Drogen wie Kokain oder Marihuana. Eine Substanzstörung verändert die normalen Bedürfnisse und Prioritäten einer Person und kann die Fähigkeit beeinträchtigen, Verpflichtungen nachzukommen und gesunde Beziehungen zu pflegen. Zu den Behandlungsmethoden gehören Verhaltensberatungen, Medikamente, die Behandlung von begleitenden psychischen Problemen und eine langfristige Nachsorge, um Rückfälle zu verhindern.


Trauma und posttraumatische Belastungsstörung

Ein Trauma ist eine tiefe emotionale Verletzung, die durch eine schockierende, beängstigende oder gefährliche Erfahrung verursacht wurde. Potenziell traumatische Ereignisse sind zum Beispiel Naturkatastrophen (Wirbelstürme, Erdbeben oder Waldbrände), Gewalttaten (Überfälle, Missbrauch, Krieg, Amokläufe) oder Unfälle, zum Beispiel Autounfälle.

Überlebende reagieren unterschiedlich auf traumatische Erfahrungen. Häufige Reaktionen sind Angst, Trauer oder Wut, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie Flashbacks oder belastende Erinnerungen an das traumatische Ereignis. Diese Reaktionen können sofort oder mit einer Verzögerung auftreten, von kurzer oder längerer Dauer sein.

Häufig klingen diese Gefühle im Laufe der Zeit ab. Das kann mehrere Wochen oder Monate dauern. Bei einigen Überlebenden werden diese Gefühle allerdings chronisch. Dieser Zustand wird als posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) bezeichnet. Viele Trauma-Überlebende mit oder ohne PTBS finden Gesprächstherapien hilfreich, um ihre Erfahrungen zu verarbeiten. In einigen Fällen wird auch eine medikamentöse Behandlung empfohlen.


Missbrauch in Beziehungen

Jeder Mensch verdient es, sich in seinen Beziehungen wertgeschätzt, respektiert und sicher zu fühlen. Missbrauch in Beziehungen – häusliche Gewalt oder Gewalt in der Partnerschaft – treten auf, wenn eine Person versucht, Macht oder Kontrolle über die andere Person auszuüben. Missbrauch in einer Beziehung kann physischer oder emotionaler Art oder beides sein. Es kann jedem in jeder Art von Beziehung passieren. Geschlecht oder Alter sind dabei vollkommen irrelevant.

Missbräuchliche Beziehungen lassen sich nur sehr schwer auflösen. Abgesehen von körperlichen Schäden können die Opfer auch unter emotionalen und psychologischen Folgen leiden, etwa Angst, Depressionen und Gefühle von Isolation und Hilflosigkeit. Falls du in einer Beziehung mit jemandem bist, der Missbrauchsverhalten zeigt, solltest du wissen, dass du nicht schuld an der Situation bist. Hilfe erhaltest du unter der Telefonnummer 143 oder auf der Website von Opferhilfe Schweiz.


Anlaufstellen für die psychische Gesundheit


Vielleicht denkst du jetzt: „Ich würde gerne versuchen, Hilfe zu bekommen, aber ich weiss nicht, wo ich anfangen soll.“ Sieh dir zunächst die nachfolgende Zusammenstellung an und überlege, welche Optionen dir helfen könnten.

Therapie

Viele Menschen können emotionale Probleme gemeinsam mit einem Psychologen oder einem anderen zugelassenen Therapeuten meistern.

Viele Berufsgruppen und Organisationen bieten ortsbasierte Suchen an, mit denen du Psychologen, Psychiater, Sozialarbeiter und Berater in deiner Nähe finden kannst. WW kann die Anbieter, die auf diesen oder anderen Websites zu finden sind, nicht überprüfen oder verifizieren. Wir empfehlen dir, dich mit deinem Hausarzt und deiner Krankenkasse in Verbindung zu setzen, die dir am besten weiterhelfen können.


Online-Therapie

Um eine Behandlung zu erhalten, musst du nicht unbedingt die Praxis eines Therapeuten aufsuchen. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Online-Angebote entwickelt, um Patienten und Anbieter zusammenzubringen. Digitale Therapieplattformen können genauso effektiv sein wie traditionelle Behandlungen. Oft sind sie sogar bequemer. WW empfiehlt, dass du dich mit deinem Hausarzt und deiner Krankenkasse in Verbindung setzt, um einen digitalen Service zu finden, der deinen Bedürfnissen entspricht.



Nationale Hotlines

Für viele Menschen ist ein Anruf bei einer oder eine SMS an eine Beratungsstelle hilfreich, um schwierige Gefühle zu verarbeiten. Dies kann ein wichtiger erster Schritt sein, um langfristig Unterstützung zu finden. Die Anrufe werden in der Regel von Beratern und Betreuern bearbeitet, die in Kriseninterventionen geschult sind und Vorschläge für weitere Ressourcen vor Ort machen können.


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