So überlebst du die Mensa

Marschiere durch den Speisesaal wie ein Profi – mit diesen Tipps und Strategien für die einzelnen Mahlzeiten!

Als Student oder Studentin hast du alle Freiheiten, deine eigenen Entscheidungen zu treffen – und das gilt natürlich auch für das, was du isst. Doch bei dem grenzenlosen Angebot aus Pizza und Pommes rund um dich herum ist es manchmal gar nicht so leicht, eine gesunde Entscheidung zu treffen! Schließlich kann man auch prima mit Pommes überleben, oder? Falls du es bisher gewohnt warst, jeden Abend zu Hause ein selbst gekochtes Gericht vorgesetzt zu bekommen, ist die richtige Wahl einer Mahlzeit, die dich gleichzeitig fit und zufrieden hält, vielleicht völliges Neuland. Mit diesem Leitfaden steuerst du mühelos durch sämtliche Mensen deiner Uni – denn leider geht es nicht mit Pommes allein!

 

4 Tipps für dein Essen in der Mensa

 

1. Mach dir deine Möglichkeiten bewusst.

 

Bevor du zum ersten Mal einen Fuß in die Mensa setzt, mach deine Hausaufgaben: Viele Hochschulen haben mehrere Mensen, die verschiedene Arten von Essen anbieten. So hat vielleicht die Mensa neben deinem Studiwohnheim die besseren Sandwiches, aber die auf der anderen Seite der Uni die viel schönere Salatbar!

Wenn du weißt, welche Möglichkeiten du hast und – noch wichtiger – wo du diese findest, steht dir ein vielseitiges Angebot zur Verfügung und du fühlst dich nicht eingeschränkt.

 

2. Schau dich erst einmal um.

 

Sobald du herausgefunden hast, welche Mensen für dich die besten sind, schau dich dort erst einmal um, um zu sehen, wo es die gesunden Optionen gibt.

Denn wenn du weißt, wo du suchen musst, kannst du künftig auf kürzestem Weg zu den besseren Angeboten für dich gehen, anstatt bei der Pizza stehen zu bleiben, die direkt am Eingang angeboten wird.

 

3. Befolge die Kombiformel!

 

Die Wahl einer Kombination aus Vollkorn, Gemüse, Obst und (idealerweise mageren) eiweißhaltigen Lebensmitteln wie Bohnen, Hühnchen oder Fisch ist eine einfach zu befolgende Formel, die sich auf jede Mahlzeit anwenden lässt, sagt Gesundheitsexpertin Natalie Rella, MPH, CPH von der University of Florida in Gainesville. „Als Studierende bauen Sie Ihr geistiges Kapital auf. Und es spielt sehr wohl eine Rolle, was Sie Ihrem Körper zuführen“, erklärt Rella: „Die Kombination aus nährstoffreichen Lebensmitteln aus den Quellen Vollkorn, Gemüse, Obst und Proteine gibt Ihnen die nötige Energie, um bis zur nächsten Mahlzeit alle Vorlesungen zu überstehen.“

 

4. Ergreife die Initiative.

 

Du findest kein Angebot, das dich deinem Ziel näher bringt? Denke immer daran, dass du die Kundin oder der Kunde bist und die Mensa nur existiert, weil du existierst. Nutze deine Macht: Gib dein Feedback und bitte um Änderungen des Angebots!

Nach diesen Basics hier noch einige Tipps für die einzelnen Mahlzeiten:

 

Leitfaden für dein Mensaessen


Nutze die folgenden Tipps für die einzelnen Mahlzeiten des Tages, um bessere Entscheidungen zu treffen.

 

Frühstück

  • Lass das Frühstück nie ausfallen! Du hast es wahrscheinlich schon eine Million Mal gehört, aber das Frühstück ist wirklich die wichtigste Mahlzeit des Tages, sagt Dr. Wendy Dahl, Dozentin für Ernährung an der University of Florida in Gainesville.

  • Sorge dafür, dass du genug Zeit einplanst, um zu essen, bevor du in einen langen Tag mit Kursen und Vorlesungen aufbrichst, und beachte dabei die oben genannte Kombiformel.
    Wenn du jemand bist, der z. B. am Waffelstand nicht widerstehen kann, iss die Waffel, aber mit frischem Obst anstelle von Zucker, um eine ausgewogene Mahlzeit zu erhalten und deinen Zuckerkonsum zu senken, sagt Rella.

  • Genieße deinen Kaffee – einfach. Achte immer auf die Inhaltsstoffe. Ein fertig zubereiteter Eiskaffee mit geschlagener Sahne und Karamell bedeutet ein Glas leere Kalorien in Form von Zucker, das deinen Blutzuckerspiegel erst erhöht und anschließend in den Keller schickt, erklärt Rella. Verlasse dich lieber auf die natürliche Süße von Milch (auch Nussmilch) und verzichte auf süße zusätzliche Aromen.

 

Mittagessen

  • Greif zum Gemüse. „Gemüse kann man gar nicht zu viel essen“, sagt Rella. Ein Teller voller frischem Gemüse gibt dir hochwertige Nährstoffe, mit denen du dich satt und zufrieden fühlst und nicht nach einer Stunde zur Chipstüte greifst.

  • Nimm eine Brotdose mit. Nimm dir, nachdem gegessen hast, eine Brotdose und packe dir ein gesundes Abendessen ein. Da du jetzt bereits satt bist, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass du dir einfach das Erste, was du siehst, greifst. Konzentriere dich stattdessen auf die Zusammenstellung einer ausgewogenen, nahrhaften Mahlzeit.

 

Snack

  • Lass den Automaten links liegen. „Es gibt verschiedene Lebensmittel in Verkaufsautomaten und manche sind gesünder als andere, aber alle sind letztlich ungesund“, sagt Rella. Nutze stattdessen gesunde Produkte aus der Mensa und nimm dir ein Stück frisches Obst mit, das du später als Snack isst. Äpfel, Orangen und Bananen wurden bereits von der Natur genau richtig für Studierende unterwegs verpackt!

  • Lass dich nicht ablenken. Bei den endlosen Mengen an Essen in der Mensa ist es schneller passiert, dass wir achtlos zu viel essen. Lege alle Notizen, deinen Laptop und dein Handy weg und nimm dir Zeit, dein Essen zu genießen. Diese kleine Pause in deinem hektischen Tag wird dir gleichzeitig helfen, produktiver zu sein.

 

Abendessen

  • Mehr gesunde als ungesunde Optionen. „Lassen Sie Lebensmittel in Ihrer Ernährung, die Ihnen Freude machen, aber lernen Sie, diese zu begrenzen“, so Rella. Es ist o. k., auch einmal zu genießen, aber wenn du dich häufiger für die gesündere Option entscheidest als für die ungesündere, wird schnell eine gute Angewohnheit daraus.

  • Trainiere deine Selbstwahrnehmung. Es ist wichtig, achtsam zu essen, indem du auf deinen Körper hörst und dir Anzeichen für Hunger bewusst machst. Beurteile, wie hungrig du bist, bevor du deinen Teller füllst, und wähle Portionen, die zu deinem Hunger passen. Eine gute Regel lautet: Iss, wenn du hungrig bist, und höre auf, wenn du satt bist.

Wenn du dich erst einmal daran gewöhnt hast, wird die Mensa zu einem normalen Teil deines Alltags und kein furchteinflößender Nährboden für schlechte Entscheidungen. Atme einmal tief ein und wieder aus – du schaffst das!