Kohlenhydrate,
ja oder nein?

Kohlenhydrate gelten häufig als Dickmacher – daher auch der Low-Carb-Trend. Fakt ist aber: Sie sind Teil einer gesunden Ernährung und dein Körper braucht sie. Kohlenhydrate sind neben Fett die wichtigsten Energielieferanten. Sie sind der Treibstoff für Muskeln und Gehirn. Dass beispielsweise in Brot, Kartoffeln oder Nudeln viele Kohlenhydrate stecken, ist kein Geheimnis. Was die meisten allerdings nicht wissen, ist, dass auch in Obst, Gemüse und vielen anderen Lebensmitteln, wie zum Beispiel Hülsenfrüchten, auch reichlich Kohlenhydrate enthalten sind. Wir klären auf, warum Kohlenhydrate wichtig für eine ausgewogene Ernährung sind, und statten dich auch direkt mit leckeren Rezepten aus!

 

Was sind eigentlich Kohlenhydrate?


Kohlenhydrate bestehen aus Zuckermolekülen und lassen sich generell in drei Arten unterscheiden:

  • Einfachzucker: Hierzu zählen vor allem Traubenzucker (Glukose) und Fruchtzucker (Fruktose).
  • Zweifachzucker: Hierzu zählen vor allem der haushaltsübliche Zucker sowie Milchzucker.
  • Mehrfachzucker: Hierzu zählt zum Beispiel Stärke.

Auch wenn Zucker der Baustein aller Kohlenhydrate ist, heißt das nicht, dass alle kohlenhydratreichen Lebensmittel auch süß schmecken.
 
  

Zucker = Kohlenhydrate?


Kurz gesagt: ja.
Das heißt aber nicht, dass wir diese Lebensmittel vom Speiseplan verbannen sollten. Im Gegenteil. Denn auch Zucker ist ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung. Hier gilt es allerdings darauf zu achten, welchen Zucker wir zu uns nehmen.
 
Zucker zu meiden oder zu reduzieren, wenn du Lebensmittel wie Kuchen, Bonbons und Schokolade vor dir hast, ist einfach. Aber auch in vermeintlich gesunden Lebensmitteln – wie Müsli – können große Zuckermengen stecken. Ebenso in Brot, Fruchtsaft, Pastasaucen, Wurst und vielen Fertigprodukten.
 
Je stärker Lebensmittel verarbeitet sind, desto mehr Zucker ist meist enthalten. Es lohnt sich also, immer einen Blick auf die Nährwerttabelle zu werfen. Wenn du dich wunderst, warum dort viel Zucker angegeben ist, du ihn aber in der Zutatenliste nicht findest: Zucker hat viele Namen. Insgesamt hat die Verbraucherzentrale inzwischen rund 70 verschiedene Begriffe für Zucker gezählt. Eine praktische Faustregel ist: Alles, was die Endung „-ose“ oder „-sirup“ trägt, ist ein Zucker!
 
  

Gibt es gute Kohlenhydrate?


Aber klar doch!
Zu den besseren Energielieferanten gehören ballaststoffreiche Lebensmittel wie zum Beispiel Vollkornprodukte wie Brot, Haferflocken, Reis oder Nudeln, gefolgt von Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Kartoffeln. Diese Lebensmittel enthalten meist auch viele Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe und haben einen geringen Fettgehalt. Der Vorteil: Durch den hohen Ballaststoffgehalt machen diese Lebensmittel länger satt als Süßigkeiten, Weißmehlprodukte und Co.
 
 

Fazit:


Egal ob Obst, Gemüse, Nudeln oder Schokolade, Kohlenhydrate stecken in einer Vielzahl von Lebensmitteln. Auf diese zu verzichten wäre auf Dauer nicht nur sehr einseitig, sondern auch ungesund. Bei einer ausgewogenen Ernährung geht es in erster Linie darum, sich für die guten Kohlenhydrate zu entscheiden und diese für sich arbeiten zu lassen. Denn am Ende liefern sie Energie, machen satt und glücklich!