Der Freestyle-Effekt

So gelang unserer Redakteurin die Umstellung auf WW Freestyle.

„Wein bleibt also gleich?!“ Als WW von seinen ProPoints® zu den SmartPoints® wechselte, waren genau das meine allerersten Worte. Als ich aber vom WW Freestyle Programm hörte, wurde meine Liebe zu einem Glas Cabernet am Freitagabend noch getoppt von der kaum zu glaubenden Entdeckung, dass meine beiden Spiegeleier, die ich jeden Morgen zum Frühstück genieße, plötzlich nicht mehr 4 SmartPoints zählten – sondern sie sind jetzt ein ZeroPoint™ Lebensmittel ganz ohne Punkte (plus/minus der Menge an Öl, die ich zu ihrer Zubereitung verwende).

Wie konnten Eier, Linsen, Hühnchen, griechischer Joghurt bis 0,2 % Fett, und Lachs allesamt ZeroPoint™ foods sein? 

Als jemand, der Appetit darauf hat, mittags einen ganzen Bach voller Lachs zu vertilgen, war ich mir nicht sicher, ob ich bei den neu proklamierten ZeroPoint foods nicht durchdrehen würde! Denn als Bananen im alten ProPoints-System erstmals den Wert 0 bekamen, hatte ich es übertrieben: Ich warf jede Vorsicht bei Bananen über Bord und es gab Tage, an denen ich fünf Bananen aß. Es dauerte nur wenige Tage mit übermäßigem Bananengenuss, bis ich merkte, dass mein Körper kein Fan davon war und es wohl nicht das Beste für meine Gesundheit ist, Bananen bündelweise zu verspeisen …

Zum Glück musste ich es diesmal nicht übertreiben, um zu merken, dass ich es – nun ja – nicht übertreiben sollte! Nachdem ich eine gesunde Portionen Hühnchenbrust, Lachs oder Eier gegessen habe … bin ich satt. Ich spüre nicht diesen unkontrollierbaren Drang, mir einen weiteren Becher fettfreien griechischen Naturjoghurt zu holen, wie das bei Schokoladenkeksen der Fall war. Das könnte daran liegen, dass der Joghurt eine Mischung aus Eiweiß und Kohlenhydraten ist, während die Kekse hauptsächlich aus Kohlenhydraten und Zucker bestehen – etwas, das unser Körper sehr schnell verbrennt.

Die erste Woche fühlte sich ein wenig seltsam an, doch danach hatte ich den Bogen raus. Mein Gehirn täuschte mir vor, dass ich wegen der Änderung des Programms auch meinen Alltag dramatisch verändern müsste. Tatsächlich aß ich aber sogar nicht genug Punkte. Weil ich mich so sehr auf die ZeroPoint foods konzentrierte, aß ich nicht besonders viel anderes, und das macht keinen Spaß. Denn ganz ehrlich: ist ein Leben ohne Pizza wirklich sinnvoll? Schnell fand ich heraus, dass ich nach wie vor alles essen konnte, was ich gerne mag.

Was mir am meisten in der Übergangsphase geholfen hat, war, die neuen ZeroPoint foods als Bausteine für meine Mahlzeiten zu betrachten. 

Ich beginne jedes Gericht mit einem ZeroPoint food und füge anschließend andere Sachen hinzu. Zwei meiner Lieblingslebensmittel, Käse und Erdnussbutter, bekommen nach wie vor SmartPoints. Etwas „Raum“ bei meinen Mahlzeiten zu haben, um zum Beispiel ein bisschen Käse auf meinem Salat oder etwas Erdnussbutter zu meinem Apfel zu essen, macht meinen Tag sehr viel genussreicher!

Wenn es ans Nachverfolgen der Lebensmittel bei WW Freestyle geht, ist jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ein wenig anders. Wem es zu viel wird, für den ist eine gute Option, die Lebensmittel, die keinerlei SmartPoints haben, gar nicht aufzuschreiben. So ist es für manche Menschen befreiend, mehr Lebensmittel zu haben, die 0 Punkte haben; ich persönlich sehe hingegen ganz gerne die ganzen Nullen. Sie sind für mich wie Bravo-Rufe, die mich durch die Woche bringen!

Jede Veränderung braucht etwas Anpassung, aber ganz ehrlich: Heute liebe ich WW Freestyle! Das Gefühl einer größeren Kontrolle, während man sich gleichzeitig weniger in der Zählerei verzettelt, ist einfach fantastisch! Und, falls du dich das gerade fragst: ja, Wein ist gleich geblieben!