Gesunde Ernährung

Essen & Sport:
Was gibt es beim Abnehmen zu beachten?

Das Thema Fitness allein bringt schon unglaublich viele Mythen und Weisheiten hervor,  „Sportler brauchen mehr Eiweiß“ oder „Wer auf nüchternen Magen trainiert, erzielt bessere Trainingseffekte“. Kein Wunder also, dass auch bei der Frage „Welches Essen vor und nach dem Training?“ mächtig Diskussionsbedarf besteht. Wir haben unsere Sportexpertin Dr. Sabine Puhl gefragt, was Freizeitsportler beachten sollten:
 
Grundsätzlich unterscheidet sich die Ernährung von Freizeitsportlern nicht von jener solcher Menschen, die keinen Sport treiben. Eine frische und vor allem abwechslungsreiche Kost sichert den Bedarf an allen notwendigen Makro- und Mikronährstoffen. Eine spezielle Ernährungsform ist beim Freizeitsportler nicht erforderlich.
Geht es um das Essverhalten vor, bei und nach dem Sport, lohnt es sich, einige Dinge zu beachten.
 


Vor dem Training:


Beim Essen und Trinken vor dem Workout geht es in erster Linie darum, dass dir die Dinge bekommen. Greif also am besten zu Gewohntem und zu etwas, das dir schmeckt. Wenig sinnvoll ist es, kurz vor dem Training noch Experimente zu wagen, das heißt Lebensmittel zu essen, die du entweder nicht kennst oder von denen du weißt, dass sie dir nicht bekommen. Isst du zum Beispiel selten Vollkornprodukte, dann verlagere die Testbissen Pumpernickel, Vollkornpasta etc. auf die Zeit nach dem Training und stille deinen Hunger jetzt lieber mit Weißbrot, Toast oder Hartweizenpasta. Auch unreifes Obst, Hülsenfrüchte sowie scharfe, fettreiche oder frittierte Lebensmittel können zu Problemen führen.
 


Während des Trainings:


Im Freizeitsport gilt die Regel: Bei einem Training bis zu einer Stunde ist keine Nahrungsaufnahme in Form von Essen und Trinken nötig. Trainierst du länger, können kohlenhydratangereicherte Getränke oder Wasser kombiniert mit einer Banane sinnvoll sein. Auch während des Trainings ist eine gute Bekömmlichkeit wichtig.
 


Nach dem Training:


Das Workout ist geschafft! Jetzt was essen? Auch nach dem Training geht es vor allem um das, was dir guttut, in Bezug auf das Wann und das Was. Das bedeutet: Hör auf dein Bauchgefühl, was sowohl den zeitlichen Abstand des Essens zum Training als auch die Essensauswahl angeht. Es gibt Menschen, die nach dem Sport erst mal gar nichts essen mögen, und solche, die am liebsten noch in Sportkleidung über den Kühlschrank herfallen wollen. Dann gibt es Personen, die eher kohlenhydratreiche Nahrung bevorzugen, und solche, die eher eiweißbetonte Kost mögen ... Alles eine Frage der persönlichen Präferenzen.

Aus meiner Sicht darf gegessen werden, was schmeckt! Glücklicherweise führt Sport dazu, dass man eher gesündere Lebensmittel wählt. Es lohnt sich, ganz genau auf deine eigenen Bedürfnisse zu achten. Wenn du nach dem Sport echten Hunger verspürst, solltest du dich nicht stundenlang damit quälen. Denn dieses Hunger- und Verzichtgefühl wird im Gehirn dann mit Sport verknüpft. Für deinen Weg zu einem aktiveren Lebensstil ist das kontraproduktiv.
 
Die Autorin
Die Schwerpunkte der Sportwissenschaftlerin Dr. Sabine
Puhl liegen in der Bewegungsberatung von Kindern,
Jugendlichen und Erwachsenen sowie der Fortbildung
von Fachkräften zu den Themen Diabetes, Adipositas und Motivation.
Mehr Informationen unter www.puhl-bewegt.de