Gesund leben

12 Gründe, warum dir am Schreibtisch die Augen zufallen

Verfolgt dich die Müdigkeit wie ein Schatten? Hier sind 12 mögliche Gründe, warum du ständig müde bist.

Warum bin ich ständig müde? 

Verfolgt dich die Müdigkeit wie ein Schatten? Hier sind zwölf mögliche Gründe, warum du ständig müde bist.

Du kannst die nachmittägliche Kaffeepause kaum erwarten, weil du dich immer müde und schlapp fühlst? Tatsächlich kann dein lieb gewonnenes Nachmittagsritual die wahren Gründe, warum du dauernd gegen die Müdigkeit ankämpfen musst, verdecken. 

Unter Medizinern besteht grosse Einigkeit darüber, dass die Hauptursachen für Müdigkeit am Tag folgende sind: 

  • Zu wenig Schlaf 
  • Dauerstress 
  • Schlechte Ernährung 
  • Zu wenig Bewegung 

Hier sind zwölf Gründe, die für deine ständige Müdigkeit verantwortlich sein können.

 

12 Gründe, warum dir am Schreibtisch die Augen zufallen 

 

1. Schlechter Schlaf

Es gibt verschiedene Ursachen, die zu Schlafmangel führen können. Dazu zählt zu wenig Schlaf ebenso wie schlechter Schlaf oder Schlafapnoe. All das kann sich zunehmend negativ auf dein Leistungsvermögen und deinen Stoffwechsel auswirken. Schlaf ist wichtig für einen ausgewogenen Körper- und Biorhythmus und reguliert die Ausschüttung von Hormonen wie Ghrelin und Leptin (steuern unsere Essgewohnheiten und unseren Appetit), Cortisol (verantwortlich für unsere Reaktion auf Stress), Wachstumshormonen und vielen mehr. Einige Gründe, warum du in keinen erholsamen Schlaf findest, können sein: 

  • Licht, insbesondere das blaue Licht, das moderne Bildschirmgeräte aussenden. Immer mehr Forschungsergebnisse wie zum Beispiel eine im psychiatrischen Fachjournal Journal of Psychiatric Research veröffentlichte Studie belegen, dass blaues Licht zwei Stunden vor dem Einschlafen die Qualität des Schlafes insgesamt mindert und das Aufwachen am Morgen erschwert. Aktiviere deshalb auf deinem Smartphone einen Blaulichtfilter oder schalte dein Mobilphone 30 bis 60 Minuten vor deiner Schlafenszeit ganz aus.
  • Schlafapnoe kann in einem direkten Zusammenhang mit Tagesmüdigkeit stehen. Bei einer Schlafapnoe setzt der Atem aus, pro Aussetzer für mindestens 10 Sekunden. Schlafapnoe führt zu einem sehr schlechten und immer wieder unterbrochenen Schlaf, der Betroffene kommt nicht in den Tiefschlaf. Ausserdem setzen die Nebennieren im Schlaf Adrenalin frei, als Kampf-oder-Flucht-Reaktion auf die ausbleibende Atmung, da die Zunge und die Muskeln des weichen Gaumens erschlaffen und die Luftwege verschliessen.  
  • Auch Alkohol kann negative Auswirkungen auf die Qualität des Schlafes haben, auch wenn er zunächst müde macht. 

 

2. Blutarmut

Von einer Blutarmut (Anämie) spricht man, wenn der Körper zu wenige rote Blutkörperchen produziert. Die roten Blutkörperchen transportieren den Sauerstoff im Körper. Wenn unser Gewebe nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird, fühlen wir uns müde. Müdigkeit ist das Hauptsymptom einer Blutarmut, sodass diese Ursache üblicherweise zuerst untersucht wird, besonders bei Frauen im gebärfähigen Alter während der Menstruation. Blutarmut kann allerdings auch andere Ursachen haben: ein Mangel an Eisen oder Vitamin B12 beispielsweise oder andere eher seltene Erkrankungen. Dunkelgrünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte und auch Trockenfrüchte sind reich an Eisen. Wichtig ist hier der Besuch beim Hausarzt.

 

3. Koffein 

So sehr du auch deinen Kaffee oder deine Cola Light liebst – die Aufnahme von Koffein in der zweiten Tageshälfte kann zu Schlafstörungen führen, was wiederum eine Ursache für Tagesmüdigkeit sein kann. Du solltest deshalb ab dem Mittag alles meiden, was Koffein enthält.

 

4. Schlechte Ernährung

Im Bereich der Ernährung ist der übermässige Konsum von Zucker einer der Hauptverursacher von Müdigkeit. Und dabei stehen nicht nur zuckerhaltige Getränke und Kuchen ganz oben auf der Liste. Auch scheinbar gesunde Lebensmittel wie Saucen oder Müsli & Co. können versteckten Zucker enthalten. Er gibt dir kurzzeitig zwar einen Energieschub, aber schon nach kurzer Zeit fühlst du dich umso müder. Um diese rapiden Anstiege des Blutzuckerspiegels aufgrund von verstecktem Zucker zu vermeiden, solltest du deinen Bedarf an Kohlenhydraten über Obst und Gemüse decken und zudem mageres Eiweiss, gesunde Fette und weniger verarbeitete Lebensmittel zu dir nehmen. 

Auch der übermässige Verzehr von frittierten Lebensmitteln mit ihren ungesunden Fetten kann müde machen, da sie eine Weile brauchen, bis sie verdaut sind. Blut wird vom Gehirn und den Muskeln abgezogen und in den Verdauungstrakt geleitet, um die fettigen Speisen zu verarbeiten.  

Ein weiterer Aspekt kann sein, dass man einfach nicht genug isst oder trinkt. Wer abnehmen möchte, muss ein gesundes Gleichgewicht finden, um weniger Kalorien aufzunehmen, gleichzeitig aber weiterhin den Energiebedarf des Körpers zu decken. Ausserdem ist es sehr wichtig, dass man ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Dehydration vermindert die geistige Leistungsfähigkeit und verursacht Müdigkeit, da durch den Flüssigkeitsmangel die Blutmenge sinkt und dadurch Gehirn und Muskeln nicht ausreichend mit Wasser versorgt werden. Die Empfehlungen für die Flüssigkeitsaufnahme variieren, eine Menge von 1,5 bis 2 Litern ist jedoch eine gute Faustformel.  

Auch Lebensmittelallergien können Müdigkeit verursachen. Sie führen zu Entzündungen im Körper, die Müdigkeit auslösen können. Eventuell vorliegende Unverträglichkeiten lassen sich über einen Allergietest abklären.  

 

 

5. Vitamin-D-Mangel

Vitamin D ist eigentlich ein Hormon und hat Einfluss auf Stimmung, Energie und vieles mehr. Wenn du regelmässig nach draussen in die Sonne gehst, kann dein Körper das benötigte Vitamin D selbst herstellen. Alternativ kannst du auch ein Vitamin-D3-Präparat nehmen.

 

6. Dauerstress

Ob du es glaubst oder nicht: Stress kann auch positiv sein, er motiviert und treibt uns an. Wenn Stress aber ein Dauerzustand wird und du quasi ununterbrochen Vollgas gibst, kann er zu Erschöpfung oder Schlimmerem führen, da dein Körper immer wieder mit Stresshormonen überflutet wird. Immer mehr Untersuchungen zeigen, dass regelmässige Übungen zum Stressabbau eines der wichtigsten Mittel gegen eine durch chronischen Stress verursachte Erkrankung ist, denn Stress kann nicht nur zu Müdigkeit und Erschöpfung führen, sondern kann Ursache für Herzbeschwerden, Diabetes, Depression, Autoimmunerkrankungen und vielem mehr sein. 

Wie aber kommen wir aus dem Dauerstress heraus? Achtsamkeitstechniken wie Meditation und/oder Yoga funktionieren hier tatsächlich sehr gut. Probiere es aus und starte mit zunächst fünf Minuten Meditation pro Tag, drei Mal pro Woche, und steigere dich auf bis zu 20 Minuten pro Tag. Du wirst feststellen, dass du viel widerstandsfähiger wirst und dich von stressigen Situationen viel schneller erholst.  

Wenn Meditation nichts für dich ist (oder als Ergänzung dazu), hilft es auch, mit Freunden zu reden und Druck abzulassen oder Sport zu machen. Es muss ja nicht gleich ein Triathlon sein, auch Spazierengehen, Laufen, Radfahren oder Krafttraining helfen. Wichtig ist, dass es regelmässig ist. Jedes bisschen Bewegung zählt. Suche dir eine Aktivität, die dir Spass macht, und finde die für dich beste Tageszeit dafür.

 

7. Schilddrüsenfehlfunktion

Sowohl eine Über- als auch eine Unterfunktion der Schilddrüse kann Ursache dafür sein, dass du dich tagsüber müde fühlst. Der Grund dafür ist, dass die Schilddrüse unter anderem den Stoffwechsel, also die Energiebereitstellung des Körpers, reguliert. 

Da Müdigkeit ein sehr häufiges Symptom ist, wird der Arzt zunächst das Steuerhormon TSH bestimmen [TSH = Thyroidea-stimulierendes Hormon] und die Werte der Schilddrüsenhormone T3 und T4 ansehen. Nur wenn diese Werte nicht optimal sind, wird der Arzt die Konzentration der Schilddrüsenantikörper im Blut bestimmen. Die Gabe von künstlichen oder natürlichen Schilddrüsenhormonen kann die Symptome lindern.

 

8. Diabetes (or Prädiabetes)

Energielosigkeit kann ein Symptom von Diabetes sein, entweder aufgrund von Insulinmangel oder aufgrund von Insulinresistenz. Ein zu hoher Blutzuckerspiegel macht müde und energielos, während zu niedrige Blutzuckerwerte dazu führen, dass die Blutkörperchen nicht genug Energie befördern. Ein vorliegender Diabetes kann leicht diagnostiziert werden. Er wird behandelt über eine Anpassung des Lebenswandels und über Medikamente wie Insulin. Dadurch lässt sich die Energielosigkeit gut beheben. 

 

9. Autoimmunerkrankungen

Jede Autoimmunerkrankung, von Hashimoto und rheumatoider Arthritis bis zu Multipler Sklerose und Lupus, kann Müdigkeit verursachen. Zur Diagnose einer Autoimmunerkrankung wird dein Arzt entsprechende Tests anordnen.

 

10. Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Wer an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leidet, an der koronaren Herzkrankheit oder an Herzrhythmusstörungen, kann sich müde oder erschöpft fühlen, da der Körper nicht mehr optimal durchblutet wird. Eine wichtige Massnahme, um einer Herzerkrankung entgegenzuwirken, ist eine Anpassung der Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten. Um einen Plan zur Änderung der Lebensweise zu erstellen und erfolgreich einzuhalten, ist idealerweise ein Zusammenwirken von Hausarzt, Facharzt und Ernährungsberater erforderlich. 

 

11. Depression

Eine Depression kann Auswirkungen auf den Schlaf haben, sowohl durch zu viel Schlaf als auch durch zu wenig. Unter anderem gehen auch Angstgefühle mit einer Depression einher, wodurch dir sämtliche Energiereserven entzogen werden. Was das Symptom der Müdigkeit anbelangt, so scheinen bei einer Depression vor allem die Schlafunterbrechungen für die Erschöpfungsgefühle verantwortlich zu sein.

 

12. Chronisches Erschöpfungssyndrom

Das chronische Erschöpfungssyndrom CFS ist eine Erkrankung, die sich durch eine über sechs Monate oder länger anhaltende extreme Erschöpfung auszeichnet. Dazu können weitere Beschwerden wie Gedächtnisverlust, Stimmungsschwankungen, Gelenkschmerzen und vieles mehr kommen. Eine Diagnose von CFS erfolgt nach dem Ausschlussprinzip, d. h. der Arzt muss erst alle anderen möglichen Ursachen ausschliessen, bevor er CFS diagnostizieren kann. 

 

Es gibt sehr viele Gründe für dauernde Müdigkeit – und einige davon haben weitreichende gesundheitliche Folgen. Eine chronische oder schlimmer werdende Müdigkeit solltest du deshalb nicht auf die leichte Schulter nehmen. Stattdessen solltest du unbedingt mit deinem Arzt darüber sprechen. 

Hilfreich kann auch die Teilnahme an einem WW Programm sein: Wir unterstützen dich dabei, gesunde Gewohnheiten zu entwickeln, und haben dein ganzheitliches Wohlbefinden im Blick. Dazu gehören neben der Ernährung auch körperliche Fitness, Stressbewältigung, Schlaf und vieles mehr. In unseren Erfolgsgeschichten erzählen Menschen wie du und ich von ihren Erfahrungen.